TV-Team erkundet die „Bullenschluck“ Manufaktur / Sendung heute auf FAN

Geheimnisvoller „Ansatz 1“

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Vor der Aufnahme mit Harald Haberecht hält Mareen Steinacker Matthias Sachal ein Blatt Papier für den Kameraweißabgleich hoch.

Sulingen - Was ist drin im Sulinger „National-Getränk“, wie wird es produziert? Reporterin Mareen Steinacker und Kameramann Matthias Sachal vom Privat-TV-Sender „FAN“ (Fernsehen aus Niedersachsen) verbringen gestern mehrere Stunden in der „Bullenschluck“ Manufaktur, um den Geheimnissen des Bitterlikörs auf die Spur zu kommen.

Im Shop, der ehemaligen Rats-Apotheke, steht zunächst ein Gespräch mit Inhaber Jens Dunker auf dem Drehplan. „Dies ist ja eine Kohl- und Pinkel-Gegend, auch Knipp wird hier gern gegessen – da hilft der ‚Bullenschluck‘ der Verdauung schon ganz gut“, empfiehlt Dunker. Rezepte wie der „Bullen-Kaffee“ für kalte und der Longdrink „Bullrider“ für kalte Tage sollen dem Bitterlikör zu einer ganzjährigen Saison verhelfen. Zwischen 80 000 und 90 000 der 0,7-Liter-Flaschen werden im Jahr produziert, hinzu kommen die 0,2-Liter-Flaschen. Während Dunker der Kamera „Füllbilder“ verschafft, in dem er noch einmal ganz genau auf die Einzelheiten des originellen Etiketts mit der Aufschrift „Restitutions-Fluid – empfiehlt sich besonders bei Lahmheit von Rindern, Pferden und Zugochsen” deutet, berichtet die kaufmännische Leiterin Susann Strohpagel, dass Bestellungen sogar aus den USA, Dänemark, der Schweiz und Italien eingehen. „Wir bekommen immer mehr Aufträge aus Süddeutschland. Dass wir im vergangenen Jahr unsere Homepage überarbeitet haben, macht sich bemerkbar.“

Als nächstes geht es in die eigentliche Manufaktur, wo Mitarbeiter Harald Haberecht verrät, welche Zutaten dem Getränk seinen Geschmack verleihen – zumindest teilweise. Unter anderem Zimt, Ingwer, getrocknete Orangenschale und Wacholderbeeren landen im Mörser, jedenfalls diesmal: „Wir verarbeiten ja normalerweise größere Mengen, verwenden dafür einen Fleischwolf.“ Auch Kaffee gehört dazu, „wir benutzen ihn zum Färben“, erläutert Haberecht. „Heute würde man Lebensmittelfarbstoff nehmen, aber wir wollten das Originalrezept nicht verändern.“ Über dem Regal mit der Waage hängen großvolumige Flaschen, von Pappe abgeschirmt, da die Mischung darin lichtempfindlich ist: Der sogenannte „Ansatz 1“. Das Rezept für diese „geheime Zutat“ kennt nur einer – Jens Dunker. „Vor Jahren habe ich es meiner Tochter verraten, aber das hat sie bestimmt vergessen“, vermutet er schmunzelnd. „Falls mir etwas passieren sollte, liegt das Rezept auch versiegelt im Tresor.“

Mareen Steinacker hatte den Sulinger Betrieb schon seit längerem im Auge, um ihn in ihrer Sendung „Tach auch“ bei „FAN Television“ zu präsentieren. „Es ist der größte private Fernsehsender in Niedersachsen und Bremen, seit einem guten Jahr sind wir ‚on air‘.“ Der Ausdruck passt hier nicht ganz, den „FAN“ ist nicht über Satellit oder terrestrisch zu empfangen, sondern im Netz von Kabel Deutschland – und im Internet als Livestream (www. FAN-Television.de). Die Sendung mit dem Beitrag über die „Bullenschluck“ Manufaktur ist bereits am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr zu sehen, ist später auch in der Mediathek verfügbar. · ab

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