Gemeinde und Soldatenkameradschaft wollen Mahnmalplatz an Kirche sanieren

Gedenksteine „zur Kur“

Kreiszeitung Syke

Scholen - (ab) · Den Vorsatz, den Mahnmalplatz an der St. Georg und Margarethen Kirche in Scholen zu sanieren, habe man im Gemeinderat und im Vorstand der Soldatenkameradschaft Scholen schon vor längerer Zeit gefasst – „und jetzt geht es los“, stellte Bürgermeister Karl-Heinz Schwenn gestern Morgen fest: Mitarbeiter der Sulinger Steinmetzfirma Richter bauten die zehn Gedenktafeln mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg Gefallenen und Vermissten ab.

„Sie waren teilweise lose und standen schief, die Wurzeln der Bäume hatten sie im Laufe der Zeit zur Seite gedrückt.“ Die Mitarbeiter der Firma Richter transportierten die Gedenktafeln gestern nach Sulingen: „Wir reinigen die Stelen vorsichtig, lassen sie trocknen und imprägnieren sie dann“, beschreibt Heiko Richter die Kur für die Steintafeln. Die „größeren Brocken“ werden vor Ort saniert, das Mahnmal mit den im Ersten Weltkrieg Gefallenen und das große Steinkreuz auf dem Platz. „Wir erneuern die Verfugung und da, wo größere Ecken abgebrochen sind, setzen wir Vierungsstücke ein. Es sieht so aus, als ob schon mal jemand ein paar Ecken geklebt hat...“ Wann die Gedenksteine zuletzt renoviert wurden, lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen. Das gilt auch für den Sinn der zwei großen Gedenksteine, die offenbar aus einem Findling entstanden. Auf einem steht „1813 – 1913“ mit einem noch schwach zu erkennenden Eisernen Kreuz darüber, was eventuell auf die Befreiungskriege verweist, die die französische Besatzung beendeten, auf dem anderen steht „1870 – 1871“, was sich auf den Deutsch-Französischen Krieg beziehen könnte.

„Die Gedenktafeln sollen künftig frei stehen, die Bäume dahinter kommen raus und die Fläche wird im Frühjahr geebnet und neu bepflanzt“, nennt Karl-Heinz Schwenn die Planungen. „Ob wir die Steinplatten erneuern, mit denen der Platz gepflastert ist, ist noch nicht raus – hochnehmen müssen wir sie sowieso, die Betonschicht darunter ist marode.“

Für die Finanzierung des Projektes hat die Soldatenkameradschaft Scholen über Jahre gesammelt, „rund 3 000 Euro“, sagt Vorsitzender Harry Meyer. Die Gemeinde wird sich mit einem noch nicht festgelegten Betrag beteiligen, kündigt Bürgermeister Schwenn an. „Es haben sich auch Bürger gemeldet, die bereit sind, für das Vorhaben zu spenden. Wer es unterstützten möchte, kann sich gerne an mich wenden.“ Dankbar wäre man auch für freiwillige Helfer bei den für das Frühjahr geplanten Arbeitseinsätzen. Mitglieder der Soldatenkameradschaft legen noch in dieser Woche los, teilt Harry Meyer mit: „Wir treffen uns am Mittwoch und entfernen die Bäume.“

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