Abwechslungsreicher musikalischer Ohrenschmaus in der Kirchweyher Felicianuskirche am Altjahresabend

„Gänge“ aus vier Jahrhunderten

Elisabeth Geppert an der Kirchweyher Kuhn-Orgel und Trompeter Thomas Gerlach bereiteten den Zuhörern einen gelungenen Silvesterabend.

Weyhe - KIRCHWEYHE (ak) · Eine große Fangemeinde trotzte am Silvesterabend Eis und Schnee und wurde dafür beim musikalischen Jahresausklang in der Felicianuskirche reichlich belohnt.

Statt Heringssalat oder Käsefondue als kalorienreicher Magenschmaus gab es eineinhalb Stunden pures Hörvergnügen beim festlichen Silvesterkonzert. Elisabeth Geppert an der Kuhn-Orgel und Trompeter Thomas Gerlach servierten unterschiedlichste „Gänge“ voller Abwechslung aus vier Jahrhunderten, nicht ohne vorheriges Erklären der „Zutaten“.

Schwierig sei es oft, entsprechende Literatur zu den jeweiligen Werken zu finden, berichtete Thomas Gerlach vom gemeinsamen Arrangement zwischen ausklingender Weihnachtszeit und dem Blick auf das neue Jahr.

Umso dankbarer und aufmerksamer lauschte das Publikum den informativen Stichpunkten zu den Werken von Giambattista Martini (1706-1784), dessen Schüler sogar Mozart war. „Ziemlich virtuos gemacht“, kam die trockene, anerkennende Bemerkung des Bremer Trompeters hinsichtlich einer über dreihundertjährigen und noch immer mitreißenden Toccata, ein Stück langer Basstöne. Entsprechend perfekt dargeboten und sicherlich ganz im Sinne eines Giambattista Martini erklangen diese von der Empore von Elisabeth Geppert und Thomas Gerlach.

Als „Dilettanto“ bezeichnete sich einst Tomaso Albinoni (1671-1750), bevor er notgedrungen seine Kunst zum Beruf machen musste. Aus dem Konzert in F-Dur gab es die Sätze Allegro, Adagio und Allegro als weitere Köstlichkeiten auf dem Programm; die Zuschauer dankten es mit spontanem Beifall. Und immer wieder spürte man das Verlangen, auch die Hände als Dank für eine Suite von Henry Purcell in Bewegung zu setzen, dessen 350. Geburtstag aktuell nicht so wirklich gewürdigt werde, wie Thomas Gerlach ausführte. Aber auch bei den leiseren Orgeltönen zum „Sackenlassen“ wäre das Publikum gerne mitgegangen, aber die Musik kam von der Empore im Hintergrund und es gab keinen Sichtkontakt mit leisen Hinweisen zum Applaudieren.

Die wundervolle Bandbreite ihrer Instrumente zeigten Elisabeth Geppert und Thomas Gerlach zur hörbaren eigenen Freude und der des Publikums, etwa bei Noel Rawsthornes „Hornpipe Humoresque“ mit einer einfach hinreißenden Klangfülle der Kuhn-Orgel.

Abschluss des rundum gelungenen Konzertes mit perfekter Länge eines Appetitmachers für den weiteren Silvesterabend boten Georg Friedrich Händels Auszüge aus der Feuerwerksmusik.

Standing Ovations mit dem Blick zurück auf die Empore gab es als Dank für ein rundum gelungenes Silvesterkonzert, das nicht ohne Zugabe beendet werden durfte.

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