1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz

Neujahrsempfang der Grünen: Für den Klimaschutz, Prost!

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Gregor Hühne

Kommentare

Volker Bajus
Volker Bajus © Grüne Landtagsfraktion Niedersachsen / Brauers.com

Grüne Parteimitglieder besprechen Pläne zu Umwelt, Familie und Energiesicherheit auf virtueller Neujahrsempfang.

Landkreis – Der Diepholzer Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen hat am Sonntag den ersten Neujahrsempfang seit Beginn der Pandemie abgehalten. Die mehr als 30 Teilnehmer kamen virtuell unter anderem mit Volker Bajus, Mitglied des Landtags, und Landrat Cord Bockhop (CDU) statt.

Letzterer richtete zur Eröffnung ein Grußwort an die Partei und wünschte ein frohes neues Jahr. Bockhop unterstrich die Ambitionen des Landkreises in der Windkraftenergie. Zurzeit seien rund 170 zusätzliche Anlagen mit fast 1. 000 Megawatt Leistung in der Bearbeitung.

Volker Bajus blickte derweil auf das vergangene Jahr und unterstrich den historischen Wahlerfolg der grünen Partei (14,8 Prozent bei der Bundestagswahl). Nun müsse die Familienpolitik in den Fokus, „auch wenn das konservativ klingt“. Neue Begriffe wie „Bonusmutter/-vater“ erfassten dabei Lebenswirklichkeiten. Den Bauern, „den Hegern und Pflegern der Natur“, müsse zudem eine Perspektive aufgezeigt werden, um eine Brücke für die Agrarwende zu bauen. Bei der Pandemie bemängelt Bajus, dass das Wohl von Kindern aus den Augen geriet. Einsamkeit und Suchterkrankungen hätten zugenommen. „Wir schätzen, dass 20 Prozent der Jüngeren psychische Schäden erlitten haben.“ Die Partei müsse sich laut Bajus auch fragen, wo noch weitere Windräder hinsollen.

Für die Zukunft rückte Bajus die Themen Energieversorgung, Speicherung und Frieden in den Vordergrund – Punkte, die „stark verzweigt“ seien. So beklagte Bockhop die Tatsache, dass sich zwar der größte Gasspeicher Deutschlands im Landkreis Diepholz befinde, dieser jedoch dem russischen Unternehmen Gazprom gehöre. Da stelle sich laut Bajus die strategische Frage, wo sich der Staat einmischen sollte, um nicht dem Markt allein das Feld zu überlassen.

Auch interessant

Kommentare