Ristedter machten sich Gedanken um zukünftige Gestaltung ihres Ortskerns

Frei fließendes Wasser und ein zentraler Platz

Syke - RISTEDT (bt) „Wünsch dir was“, hieß es am Donnerstag in Ristedt bei der Frühzeitigen Bürgerbeteiligung zur städtebaulichen Entwicklung des Ortskerns.

Es ging dabei um ein mehrere Hektar großes Gelände im Bereich zwischen Ristedter Hauptstraße, Ristedter Kämpe und Sandstraße.

Stadtplaner Rolf Kück begrüßte etwa 30 Ristedter sowie Dörthe Meyer und Gregor Paus vom Planungsbüro GfL. Paus stellte zunächst das „Filetgrundstück“ vor, für dessen weitere Beplanung der Dorferneuerungsplan die Basis bietet.

Vor Beginn der konkreten Planungsphase sollten die Bürger ihre Vorschläge und Ideen vortragen. Diese wurden zunächst gesammelt und werden anschließend in einer Planungsgruppe auf ihre Realisierungsmöglichkeiten überprüft. Das in dieser Arbeitsgruppe entstehende „Ideenkonzept“ wird voraussichtlich im Herbst während einer öffentlichen Bürger-Informationsveranstaltung präsentiert. Dann erst beginnt die Entwicklung des B-Plans.

„Es ist keine Eile geboten“, erklärte Kück, die Nachfrage nach Baugrundstücken habe sich beruhigt. Anschließend forderte er die Zuhörer auf, ihre Vorstellungen „frei von der Leber weg“ vorzutragen.

In grundsätzlichen Fragen waren sich alle einig: Das Gelände sei zu schade, um dort nur Wohnraum zu schaffen. Es sollte auch verhindert werden, dass die Neubürger dort unter sich bleiben.

Innerhalb des Geländes könnte ein für Ristedt zentraler Platz entstehen: Ein kleiner Marktplatz, ein Kindergarten oder das neue  Feuerwehrgerätehaus.

Da das Oberflächenwasser aus der Hauptstraße durch dieses Gelände abfließt, schlug Heinz Discher vor, dort einen See und einen offenen Wasserlauf zu bilden. Kai Dieckmann könnte sich dort einen Abenteuerspielplatz vorstellen.

Um den dörflichen Charakter zu unterstreichen, sollten die Baugrundstücke mindestens 850 Quadratmeter groß sein, forderte Ortsbürgermeister Ludwig Stöver. Andererseits sei bei einem anderen Grundstückgrößen-Mix eine Mehr-Generationen-Bebauung denkbar, regte ein anderer Zuhörer an. Die Erschließung sollte aus mehreren Richtungen erfolgen und auf die Platzmitte und das Zentrum zulaufen.

„Planen wir Luftschlösser?“, fragte ein Zuhörer, der befürchtet, dass angesichts der anteilig großen öffentlichen Fläche – Kück ging von 25 bis 30 Prozent aus – die Grundstückspreise unbezahlbar werden.

Alle Anregungen wurden in die Ideensammlung aufgenommen. Anschließend meldeten sich mehrere Zuhörer, die bereit waren, in der Arbeitsgruppe mitzuarbeiten. Zur Vorbereitung auf deren Arbeit regte Gregor Paus eine gemeinsame Fahrt in andere Gemeinden an, um dort neue Wohnsiedlungen mit speziellen Siedlungs- und Bauformen zu besichtigen.

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