1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz

Forum Gesseler Goldhort nimmt Museumspreis des hbs-Kulturfonds entgegen

Erstellt:

Von: Fabian Pieper

Kommentare

Kein Wunder, dass Nele Miethig, Kuratorin des Forums Gesseler Goldhort, und Landrat Cord Bockhop (r.) um die Wette strahlen: Sie haben aus den Händen des Stiftungsdirektors der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Dr. Johannes Jannsen, den Museumspreis des hbs-Kulturfonds entgegennehmen dürfen.
Kein Wunder, dass Nele Miethig, Kuratorin des Forums Gesseler Goldhort, und Landrat Cord Bockhop (r.) um die Wette strahlen: Sie haben aus den Händen des Stiftungsdirektors der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Dr. Johannes Jannsen, den Museumspreis des hbs-Kulturfonds entgegennehmen dürfen. © Jantje Ehlers

Harte Arbeit zahlt sich aus: Im Februar wurde bekannt, dass das Kreismuseum Syke für sein Forum Gesseler Goldhort den mit 15 000 Euro dotierten Museumspreis des hbs-Kulturfonds der Niedersächsischen Sparkassenstiftung erhalten wird. Am Donnerstagabend ist der Preis in einer offiziellen Feierstunde an das Kreismuseum überreicht worden.

Syke – Dabei brachte Landrat Cord Bockhop zur Begrüßung ein wenig Spannung in die Verleihung, indem er mehrfach davon sprach, dass das Kreismuseum den Preis „voraussichtlich“ erhalten werde.

So oder so: Bockhop versteckte seine Gefühle ob dieser Ehrung nicht: „Mann, bin ich stolz, dass wir das als Landkreis gerissen haben“, sagte er. Er lobte alle, die am Bau des Gebäudes und dem Aufbau der Aufstellung beteiligt waren und bezeichnete die Anerkennung, die dem Kreismuseum bereits in Form des Red Dot Awards und des German Design Awards bereits zuteilgeworden war, als „etwas ganz Fantastisches“. Sein Dank galt auch besonders dem aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesenden Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding.

Engagement überzeugt

Dr. Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, gehörte zu der vierköpfigen Jury, die sich für das Forum Gesseler Goldhort ausgesprochen hatte – nach „sehr kurzer Diskussion“, wie er verriet. Er löste die von Bockhop erzeugte Spannung schnell auf, indem er direkt klarstellte: „Keine Sorge, da passiert nichts mehr. Den Preis kriegen Sie!“

Janssen erläuterte die Gründe für die Entscheidung des Gremiums: „Wir wollen den Preis nicht einfach nur abwerfen, dann leuchtet er und das war’s“, sagte er, „sondern ihn an Orte verleihen, denen wir uns verbunden fühlen.“ Das sei in Syke der Fall, wo nicht nur die beeindruckende Architektur, sondern auch das „unglaubliche Engagement“ der Mitarbeiter überzeugt hätten.

Viele Amts- und Würdenträger der Städte und Gemeinden, des Landkreises, der Sponsoren und Baufirmen waren zu Gast bei der Übergabe des Museumspreises des hbs Kulturfonds für das Forum Gesseler Goldhort in Syke.
Viele Amts- und Würdenträger der Städte und Gemeinden, des Landkreises, der Sponsoren und Baufirmen waren zu Gast bei der Übergabe des Museumspreises des hbs Kulturfonds für das Forum Gesseler Goldhort in Syke. © Jantje Ehlers

Die Laudatio hielt Jury-Mitglied Dr. Anja Dauschek. Die Direktorin der Stiftung historische Museen Hamburg/Altonaer Museum hatte viel Lob für ein „überaus gelungenes und mutiges Museumsprojekt“ mitgebracht, das sich den Preis „redlich verdient“ habe. Warum? Weil Syke beispielhaft zeige, dass auch ländliches Gebiet für ein zeitgenössisches Projekt geeignet ist, das sowohl architektonisch als auch im Inneren überzeuge. Ihre Anerkennung reichte sogar bis zu Café-Bar „mit Blick aufs museumseigene Freibad“, wie sie schmunzelnd sagte.

„Tausend Ideen“ für die Verwendung des Preisgeldes

Neben dem Goldfund und dessen Präsentation überzeuge auch das Angebot drumherum. „Ein Museum muss komplexe Zusammenhänge rund um den Fund erklären“, erklärte Dauschek und verwies darauf, dass im Forum Gesseler Goldhort nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder auf ihre Kosten kommen. Hier hob sie das Mitmach-Labor hervor, in dessen Räumen der Preis verliehen wurde. Sie sprach von einem „außerordentlich attraktiven Umfeld“.

Am Ende ihrer Laudatio fasste sich Anja Dauschek noch einmal kurz: „1,7 Kilogramm bronzezeitliches Gold sind noch kein Grund für einen Museumspreis. Der Preis zeichnet die Innovationskraft und das Engagement aller Beteiligten im Kreismuseum Syke aus.“

Den Preis bekam die strahlende Nele Miethig, Kuratorin des Forums, anschließend aus den Händen von Johannes Janssen überreicht. „Das freut uns ungemein“ sagte sie im Anschluss auf Nachfrage. Konkrete Pläne für die Verwendung der 15 000 Euro gebe es zwar noch nicht, „aber tausend Ideen. Wir werden gucken, wo wir das Geld am besten einsetzen können“.

Und wenn es nach dem Vorsitzenden des Betriebsausschusses des Kreismuseums Karl-Heinz Schwenn geht, dürfte Miethig sich auch im kommenden Jahr über denselben Preis freuen. In seiner Dankesrede sagte er in Richtung der Jurymitglieder: „Ich glaube nicht, dass ihr in den nächsten zwei Jahren etwas findet, das mit Syke vergleichbar ist – kommt einfach wieder her!“

Auch interessant

Kommentare