Familie Schmitz plant die schrittweise Erweiterung ihres Angel- und Freizeithofs in Weseloh

Feriendorf mit Heuhotel

Idylle pur: Zu den Plänen der Familie Schmitz zählt ein zweiter Angelteich in der Größe des vorhandenen. Archivfoto: bg

Bruchhausen - WESELOH (ah) · Ihre Übernachtungsgäste reisen sogar aus Österreich, Italien und Portugal an. Und wer noch eine Unterkunft für Ostern sucht, hat schlechte Karten. Die fünf Ferienwohnungen sind bereits ausgebucht. Einer immer größeren Beliebtheit erfreut sich der Urlaub auf dem Angel- und Freizeithof der Familie Schmitz in Engeln-Weseloh. Um diese Nachfrage zu bedienen, erweitern Stephanie und Andreas Schmitz ihre Kapazitäten. Spätestens im Sommer wollen sie ihr Heuhotel eröffnen.

Zurzeit bauen die Schmitz’ einen ehemaligen Schweinestall um, der Platz für fünf Übernachtungszimmer bieten soll, davon eines für Allergiker ohne Heu. Ein anderes Zimmer ist als Gruppenraum mit Teeküche gedacht. Einen Grillplatz will das Ehepaar neben dem 200 Quadratmeter großen Gebäude ebenfalls einrichten.

Doch damit nicht genug. Schritt für Schritt wollen die beiden den Umbau ihres ehemals landwirtschaftlichen Anwesens zu einem kleinen Freizeitdorf vorantreiben. „Jedes Jahr ein Bauabschnitt“, sagt Andreas Schmitz. Nach Fertigstellung des Heuhotels sind in weiteren Stallungen Appartements geplant. Und auch die Angler, die schon jetzt in Gruppen aus ganz Deutschland anreisen, dürfen sich freuen: Nach der Eröffnung des „Indoor“-Angelbeckens in einem ehemaligen Stall im vergangenen Jahr ist auf einer vier bis fünf Hektar großen Ackerfläche ein Fischteich in der Größe des bestehenden Teichs vorgesehen. „Den Aushub häufen wir ringsum zu einem Wall an, auf dem wir ungefähr 10 000 Sträucher anpflanzen wollen“, erklärt Schmitz.

Auf demselben Acker sollen noch sechs Wohnmobilstellplätze und ein 2,8 Hek-tar großes Tiergehege entstehen. Das Ehepaar hat sich der Zucht von vom Aussterben bedrohter Haustierrassen verschrieben. Schon jetzt tummeln sich Hühner, Enten, Gänse, Bunte Bentheimer Schweine, Ponys, Esel, Ziegen und Schafe auf einer Fläche von knapp zwei Hektar. Ein vorhandenes Gehege soll allerdings einem größeren Spielplatz für die kleinen Urlauber weichen. „Mehr Flächen für Kinder und Tiere“, lautet die Devise von Stephanie und Andreas Schmitz. Eigens für den Nachwuchs haben sie in einer ehemals landwirtschaftlichen Halle bereits eine Strohburg gebaut, in einem anderen Stall ist ein zehn mal acht Meter großes Schwimmbad mit Poolcharakter geplant. „Damit Familien auch im Winter etwas zu tun haben“, meint Schmitz.

Formal nehmen die Pläne der Familie Schmitz zurzeit die entscheidenden Hürden. Dass der Planungsausschuss das Thema am Dienstag von der Tagesordnung abgesetzt hat, liegt lediglich darin begründet, dass der Rat Engeln den Bewohnern am Donnerstag, 10. Februar, noch einmal die Änderung des Flächennutzungsplans vorstellen möchte. Die bislang für eine landwirtschaftliche Nutzung ausgewiesene Fläche wird zu einem Sondergebiet für Erholung und Freizeit. „Da haben wir alles reingeschrieben“, erzählt Schmitz, „auch das, was unser Sohn noch vorhat.“ Patrick, der nach Abschluss der Realschule eine Ausbildung zum Koch anstrebt, möchte später einen Saal anbauen. Übernachtungsmöglichkeiten in Blockhütten könnte er sich ebenfalls vorstellen. Doch das ist wirklich noch Zukunftsmusik...

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