Gemeinsames „Chanter“ mit Partnerchor aus Vibraye / Popchor mit dabei

Ein farbenfrohes Konzert

Der Gemischte Chor Wagenfeld und der Gastchor aus der Partnergemeinde Vibraye in Frankreich singen gemeinsam. ·

Wagenfeld - In den Farben ihrer Nation sangen, applaudierten und freuten sich die Mitglieder des Chores aus Vibraye in Frankreich, der Partnergemeinde von Wagenfeld, im gemeinsamen Konzert am Freitagabend in der Sankt-Antonius-Kirche in Wagenfeld.

Es wurde ein farbenfrohes Konzert mit hochgesteckten und grandios gesanglich erreichten Zielen, im Punkto Stimmumfang, Volumen und Vielfalt.

Die Partnerschaft, die bereits seit mehr als 20 Jahren besteht, jedoch erst vor zwei Jahren reaktiviert wurde, nachdem sie etwas eingeschlafen war, wuchs am gemeinsamen Singen. Noten hatte man per Email ausgetauscht und so konnten die Sänger in Vibraye, dem Ort mit etwa 2 700 Einwohnern, 40 Kilometer östlich von Le Mans und 70 Kilometer südwestlich von Chartres in der Region Pays de la Loire gelegen, bereits vor dem Treffen üben. Zwar war Sankt-Antonius nicht Notre-Dame-de-Chartres, das Urbild hochgotischer Kathedralen, doch lieferte sie den gemütlichen Rahmen für ein gelungenes Partnerstadt-Treffen.

Die Gäste aus Frankreich waren am Himmelfahrtstag in der Auburg begrüßt worden, hatten bereits das Moor erkundet und geprobt für den Chorabend. Neben dem Gemischten Chor gesellte sich der Popchor aus Wagenfeld zu ihnen. Der Gemischte Chor und der Chor aus Vibraye hatten Stücke in der Partnersprache erlernt, sangen die deutschen ausgewählten Titel zum Eingang unter der Leitung von Leta Henderson, das französische Repertoire flocht sich in die Einzelauftritte der beiden Chöre stimmungsvoll ein. Vier bis fünf Stücke pro Block plus des fetzigen Teils des Popchores, ergaben in Summe über 20 Titel, die die volle Kirche erfreuten.

Unter der Leitung von Claudine Stoffel und ihrer charismatischen „Vive la France“ Rigide füllten die schwierigen Stücke in betörendem Französisch den Kirchenraum. Man sang vom verlassenen „Le petit café“ nach dem Sommer, Gospel in Englisch oder über den chilenischen Dichter Pablo Neruda.

Der Gemischte Chor hielt dagegen mit seinem ebenso anspruchsvollen Repertoire, jedoch mit mehr Sängern, und gemeinsam waren die Chöre zum Lied „Chanter“ als Ehre für alle gemeinsam klingenden Chöre unschlagbar. „Dona pacem, domini“ oder „Gehe den Weg der Liebe“.

Nicht enden wollender Applaus stellte sich von Seiten des Chores aus Vibraye beim Auftritt des Popchores ein. Dieses Genres gefiel auch den Franzosen: „Adiemus“ von Enya, „Engel“ von Rammstein in der Version des „Choral Pop de Wagenfeld“, „It´s raining men“ von den Weather Girls und „Son of a preacher man“ von Aretha Franklin.

Als Zugabe gab es von allen drei Chören gemeinsam „Hevenu shalom alechem“, bevor das Fest in der Auburg stieg. · sbb

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