22-jährige US-Amerikanerin machte in Diepholz Station

Auf dem Fahrrad quer durch Europa

Mallory Haggerty aus den USA machte auf ihrer Fahrradtour kreuz und quer durch Europa in Diepholz Station – hier mit Wolfgang Zellhorst, der gemeinsam mit Sabine Leukert spontaner Gastgeber war.

Diepholz - · Ungewöhnlichen Besuch hatten die Diep holzer Wolfgang Zellhorst und Sabine Leukert: Eine junge Amerikanerin, die eine 4000 Kilometer lange Fahrradtour kreuz und quer durch Europa absolviert, klingelte abends an der Tür ihres Hauses am Lehmder Damm.

Wolfgang Zellhorst berichtete:

„Draußen stand eine zierliche, hübsche junge Frau, die fragte, ob sie wohl für die Nacht ihr Zelt im Garten aufschlagen dürfte. Natürlich durfte sie, und weil es recht grau am Himmel aufzog, boten wir ihr an, unser Gästezimmer zu nutzen. Das war auch gut so, denn in der folgenden Nacht gingen über 30 Liter Regen auf den Quadratmeter in Diepholz herunter. Auf unsere interessierten Fragen gab Mallory Haggerty bereitwillig Auskunft.

Am 2. Mai dieses Jahres sei die 22-Jährige aus Portland, einer grünen Millonenstadt im US-Bundesstaat Oregon, kommend, in London-Heathrow gelandet und habe ihr mitgebrachtes Fahrrad gesattelt. Seitdem radelt sie durch Europa.

Zunächst habe sie sich London angesehen und sei dann über Amsterdam nach Belgien gefahren. Weiter ging es durch Frankreich über Paris an die Mittelmeerküste und entlang der Cote d´Aazur nach Italien. Außer Englisch (besser: Amerikanisch) kann Mallory keine andere Sprache – es wurde in der Schule nicht angeboten.

Das war aber auf der gesamten Reise kein Problem. Die 22-Jährige meinte sogar, dass sie die englisch sprechenden Italiener besser verstanden hätte als die Briten aus dem Mutterland der Weltsprache.

Ihr Weg führte sie dann bis nach Sizilien – dem Heimatland ihrer Großeltern mütterlicherseits. Die Wurzeln ihres Vaters liegen, wie der Familienname verrät, in Irland. Optisch hat sich bei Mallory aber eindeutig die mütterliche Linie behauptet und mit lachenden braunen Augen erzählt sie, dass die Italiener die gefährlichsten Autofahrer seien, die ihr auf der Reise begegnet sind.

Von der „Stiefelspitze“ ging es dann wieder nordwärts. Nachdem sie in Österreich die Alpen überwunden hatte, radelte sie durch Tschechien und Polen zur Ostseeküste. Auf dieser Strecke hat ihr Krakau besonders gut gefallen.

Mit der Fähre ging es dann über die Ostsee und nach den baltischen Staaten Lettland, Livland und Litauen führte der Weg Mallory nach Finnland, wo sie Freunde besuchte. Über Norwegen fuhr sie zu anderen Freunden nach Oslo, von wo sie dann mit der Fähre nach Kiel übersetzte.

Die bis dahin letzte Etappe führte sie von Nienburg nach Diepholz, wo sie, da sie keinen Campingplatz fand, am Lehmder Damm klingelte. Die meisten Nächte auf ihrer Reise hat sie in ihrem Zelt verbracht und viele Menschen kennen gelernt.

Auf die Frage, ob sie irgendwann unterwegs einmal schlechte Erfahrungen gemacht hätte oder es Grund zur Angst gegeben habe, sagte sie mit strahlendem Lächeln: „No! I everywhere only met nice and helpful people!“

Wohin ging es weiter? „Direction west“, war ihre Antwort mit einem Fingerzeig auf den Kompass, den sie wie ein Amulett um den Hals trägt. Mallory Haggerty: „Was, nur etwa 300 km bis nach Amsterdam ? Das ist ja ganz nahe, und ich muss erst am 2. September in London sein. Da habe ich ja noch jede Menge Zeit mir Amsterdam näher anzusehen als beim ersten Besuch dort.“ Bevor sich Mallory Haggerty mittags Richtung Westen auf den Weg machte, genoss sie noch die Gastfreundschaft von Ursula Homann im trockenen „Café Weitblick“ im Tower des Flugplatzes Diepholz-Dümmerland (fdd).

Pläne für die nächste Reise hat die 22-jährige Amerikanerin auch schon: Per Anhalter durch Indien, über die indonesische Inselkette nach Neuseeland.

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