Ausstellung zum 50. Todestag des Syker Vogelkundlers Georg Hoffmann

Mit dem Fahrrad durch die Welt der Vögel

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Vogelkundler Georg Hoffmann um 1961.

Syke - Von Alena Staffhorst. Er hatte sein Leben der Vogelkunde verschrieben: Tagelang reiste Georg Hoffmann mit seinem Fahrrad durch Wälder, Wiesen und Moorniederungen, um die unterschiedlichsten Vögel zu studieren und zu fotografieren.

Anlässlich seines 50. Todestages eröffnete das Kreismuseum jetzt eine Ausstellung mit Arbeiten des bekannten Syker Naturforschers.

Mehr als 60 Besucher kamen am Sonnabend ins Kreismuseum, um sich selbst ein Bild von den Requisiten des Vogelkundlers zu machen. Ob seine alte Kamera mit „riesigem Tele“ – wie Museumsleiter Ralf Vogeding es beschrieb – alte Fotos, Dias oder auch Tagebücher von Georg Hoffmann: Im kleinen Foyer gibt es noch bis zum Ostermontag, 1. April, einiges zu sehen.

Neben dem Museumsleiter selbst kam auch Eckart Hoffmann, Sohn des Vogelkundlers, zu Wort. Er versuchte, den Gästen den Menschen Georg Hoffmann näherzubringen, und berichtete über gemeinsame Erlebnisse – natürlich alle im Zusammenhang mit der Vogelkunde. „Die Familie stammt ursprünglich aus West- und Ostpreußen“, sagt Ralf Vogeding. „Nach dem Zweiten Weltkrieg verschlug es sie nach Syke.“

Dort war Hoffmann nicht nur Lehrer an der Volksschule, sondern kam auch weiterhin seiner Leidenschaft nach. „Man kann sich ja vorstellen, wie viel Zeit damals für so ein Hobby draufging“, so Vogeding weiter: Nicht nur die langen Wege, die Hoffmann mit dem Fahrrad zwischen dem Wietingsmoor und der Wümmeniederung zurücklegte – auch habe er um die 100 Dia-Vorträge über seine Fotografien und Erkenntnisse gehalten. „Damals musste er die Dias auch noch selbst entwickeln und rahmen“, betont Vogeding.

Zudem moderierte Hoffmann viele Schulfunksendungen bei Radio Bremen über die unterschiedlichsten Vogelarten. „Daher ist er sicherlich einigen Sykern noch im Gedächtnis“, vermutet der Museumsleiter.

Auch Alfons Hallen, ehemaliger Vorsitzender der Stiftung Naturschutz, lobte die Arbeit Hoffmanns und betonte, wie unterschiedlich die Vogelwelten in Ost- und Westpreußen im Vergleich zur Syker Gegend seien. „Er musste sich damals auf ein völlig neues und anderes Gebiet einstellen“, sagte Vogeding.

Im Zuge der Ausstellung lädt das Kreismuseum zusätzlich für den 13. März zu dem Vortrag „Zwischen zwei Wintern“ ein. Remko Nöhren zeigt Aufnahmen der Vogelwelt und Landschaft im Landkreis Diepholz zwischen 1956 und 1961. „Es ist sozusagen ein Dia-Vortrag von Georg Hoffmann, der jedoch von Remko Nöhren präsentiert wird“, erklärt Ralf Vogeding. Anmeldungen dazu sind im Kreismuseum unter 04242/2527 sowie per E-Mail info@kreismuseum-syke.de möglich.

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