Kritik an GAR / Firma sagt: Wir sichern Arbeitsplätze und sortieren gründlich

Den Fahrenhorstern stinkt es

Große Mengen Wertstoffe türmen sich auf dem GAR-Gelände bei Fahrenhorst. ·

Fahrenhorst - Von Burkhard Peters · Den Fahrenhorstern stinkt es: Sie fühlen sich durch die Wertstoff-Sortieranlage der Firma GAR belästigt, die sie direkt an der Ortsgrenze von Fahrenhorst zu Kätingen (Stadt Bassum) betreibt. Jürgen Schierholz will eine gemeindeübergreifende Bürgerinitiative ins Leben rufen. Das Unternehmen beteuert: „Bei uns läuft alles vorschriftsmäßig und wir setzen auf den Dialog mit den Anliegern.“

In den vergangenen Monaten hatten sich Anwohner sowohl auf Stuhrer als auch auf Bassumer Seite über Geruchsbelästigungen beklagt und festgestellt, dass sich Berge von Gelben Säcken auf dem Betriebsgelände türmen. Der Fahrenhorster Jürgen Schierholz hat festgestellt, dass Lastwagen „aus ganz Europa“ Fracht an der Sortieranlage in Kätingen anliefern.

GAR-Geschäftsführer Olaf Schreiber erläutert: Das Unternehmen habe mit einem Umbau in den vergangenen Monaten „mehrere Millionen Euro“ am Standort Kätingen investiert und sichere so knapp 55 Arbeitsplätze. GAR sortiere pro Jahr 70 000 Tonnen Wertstoffe aus Gelben Säcken, die aus zahlreichen niedersächsischen Landkreisen stammen. Auch aus Norwegen bezieht das Unternehmen Wertstoffe zum Sortieren, sagt Schreiber. Daher würden auch ausländische Lkw nach Kätingen fahren. „Wir müssen die Anlage auslasten“, unterstreicht der Geschäftsführer. Aufträge aus anderen europäischen Ländern seien der GAR willkommen.

Durch den jüngsten Umbau habe die Sortieranlage zeitweise stillgestanden, räumt Schreiber ein, so dass sich zahlreiche Wertstoffe auf dem Betriebsgelände angesammelt hätten. „Die werden wir sukzessiv abbauen“, verspricht der GAR-Chef.

Jürgen Schierholz fürchtet, dass durch die großen Materialmengen auf dem GAR-Gelände Schadstoffe ins Grundwasser sickern könnten. Olaf Schreiber weist diese Sorge zurück. Das Gelände sei versiegelt, und Sickerwasser fließe in einen mit Folie und Ton abgedichteten Teich. Ein unabhängiges Institut untersuche das Wasser regelmäßig. Überhaupt, die Aufsichtsstellen würden der GAR sehr genau auf die Finger schauen, meint Schreiber. Zwei bis dreimal im Jahr besuche das Gewerbeaufsichtsamt die Anlage in Kätingen.

Die Anforderungen an die Entsorgungsbranchen seien gestiegen. Die Abnehmer der sortierten Wertstoffe forderten einen 95-prozentigen Reinheitsgrad. „Sonst geht die Lieferung zurück“, sagt Schreiber. Das komme in Kätingen nur äußerst selten vor. GAR sei einer der gründlichsten Wertstoffsortierer in Deutschland.

Schreiber bietet Anliegern an, sich bei Beschwerden oder Problemen an das Sortierwerk zu wenden.

Die Bürgerinitiative trifft sich am Mittwoch, 25. Mai, um 19 Uhr im Gasthaus Waldeslust in Kätingen.

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