Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Diepholzer Vorsitzenden

Ex-Landvolk-Chef: Mehr als eine Million Euro veruntreut?

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Über zwei Windenergie-Gesellschaften des Landvolks soll Lothar lampe Geld veruntreut haben.

Diepholz / Sulingen - Von Anke Seidel. Schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Vorsitzenden des Landvolks Grafschaft Diepholz, Lothar Lampe: Über zwei Windenergie-Gesellschaften des Landvolks soll er Geld veruntreut haben. Nach unbestätigten Informationen dieser Zeitung soll es sich um mehr als eine Million Euro handeln.

Anonym war gegen Lampe Anzeige beim Landeskriminalamt Niedersachsen erstattet worden. Das hatte die Hinweise an die Staatsanwaltschaft Verden weitergeleitet. „Es gibt ein Ermittlungsverfahren“, bestätigte Oberstaatsanwalt Marcus Röske auf Anfrage. Weitere Details wollte er nicht nennen. Einzelheiten sollen heute jedoch die Orts- und Vertrauensleute des Landvolk-Kreisverbands erfahren – in einer nichtöffentlichen Sitzung. Rund 250 Landwirte haben dazu eine Einladung erhalten.

Hinter verschlossenen Türen auf dem Tisch: Der Bericht einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Jahresabschlüsse der Landvolk-Betriebs GmbH und der Landvolk-Dienstleistungsgesellschaft Grafschaft Diepholz mbH. Über diese beiden Gesellschaften laufen die Geschäfte mit der Windkraft. Während der Amtszeit von Lothar Lampe soll es dort zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein.

Ob und in welcher Höhe, das ist Thema des Sonderberichts, den Fachleute einer zweiten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft heute vorlegen wollen. Das Ergebnis bewerten Juristen in der Versammlung. Es ist Grundlage für einen Beschluss, den die Ortsvertrauensleute fassen sollen. Es geht um einen Vergleich, Lampe soll den strittigen Betrag zurückzahlen. Mehr als eine Million Euro? Auf Anfrage dieser Zeitung wollte Landvolk-Vorsitzender Theo Runge diese Summe weder bestätigen noch dementieren: „Das ist ein laufendes Verfahren, zu dem ich mich nicht äußern möchte.“

Lothar Lampe selbst wollte zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen noch nicht Stellung nehmen. Auch er verwies auf das laufende Verfahren.

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