Mensa für Gymnasium und Grundschule im Zeitplan / Von der „Quadratur des Kreises“

„Europa“ soll den Weg ins Theater weisen

Trotz „Winterschlaf“ im Zeitplan: der Mensa-Anbau.

Sulingen · Rolf Wege vom Fachdienst Bildung des Landkreises Diepholz spricht von der „Quadratur des Kreises“ – wenn wohl auch eher scherzhaft: „Die Architekten der Mensa am Gymnasium Sulingen sind nicht weit von einer Lösung entfernt.“

Mit Sulingens Bürgermeister Harald Knoop erörterte der Mitarbeiter des Landkreises gestern den Baufortschritt der Einrichtung, die ab Sommer 2011 die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und die der benachbarten Grundschule gemeinsam nutzen sollen.

„Im Prinzip sind wir im Plan“, sagt Wege. „Mal abgesehen von den Tätigkeiten, die wir aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse schieben mussten. Dafür sind wir in anderen Gewerken unseren Plänen voraus.“

Die Arbeiten an der Außenhülle seien so gut wie abgeschlossen. Bevor der Innenausbau beginnen kann, ist in der bisher vorhandenen Gebäudestruktur ein munteres Wechselspiel vorgesehen: das Lehrerzimmer wandert in den Anbau nördlich der eigentlichen Mensa, macht Platz für die Arbeitszimmer von Schulleiterin, Stellvertreter und Sekretariat. „Die Zimmer, in denen bisher Ute Lüßmann und Martin Rehermann residierten, benötigen wir als viertes Viertel der Mensa“, sagt Rolf Wege. „Durch den Anbau werden drei Viertel abgedeckt.“

Beschreibt er die Raumaufteilung, gerät der Hochbauspezialist der Kreisverwaltung immer wieder ins Schwärmen. „Bernd Lange vom Büro ‚Landwehr und Partner‘ hat da ganze Arbeit geleistet – angefangen beim kreisförmigen Bistrobereich in der Mitte der Mensa bis hin zu den Sitzgruppen in den Außenbereichen des ‚Quadrats‘.“

„Das ist mehr als ein Zweckbau“, sagt Bürgermeister Harald Knoop und verweist darauf, dass der Bereich schließlich auch im Rahmen von Veranstaltungen im Stadttheater zum Einsatz kommen soll. Knapp 90 Sitzplätze werden im südlichen Gebäudeteil des Gymnasiums entstehen, quasi in Rufweite zum Eingang des Stadttheaters.

1,5 Millionen Euro lässt sich die Stadt Sulingen das Projekt kosten. Nicht auch zuletzt deshalb, weil neben den Gymnasiasten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule die Mensa nutzen, die von den Mitarbeitern der Fleischerei Gellert bewirtschaftet wird. Für die Grundschüler wird der Bereich durch einen eigenen Eingang vom Rudolf-Eickhoff-Weg aus erschlossen, für die Gymnasiasten über das bisherige Foyer.

Bleibt die Frage nach einem neuen Standort für die „Europa und die neun Musen“, das Werk des Sulinger Künstlers Robert Enders. Wege: „Da gehen wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus einem Kunstkurs des Gymnasiums ran.“ Will heißen: die Schülerinnen und Schüler fertigen eine Nachbildung der Bronzeplastik, mit der dann verschiedene mögliche Standorte „getestet“ werden sollen. Die endgültige Entscheidung treffe der „Arbeitskreis Schule“, in dem neben Rat und Verwaltung der Stadt Sulingen auch Vertreter der beiden Schulen und des Landkreises Diepholz vertreten sind.

Bürgermeister Harald Knoop: „Jeder, der sich berufen fühlt, an der Standortfrage mitzuarbeiten, ist dazu eingeladen.“ Rolf Wege: „Einig sind wir uns darin, dass das Kunstwerk den Weg in das Theater weisen soll.“

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