Asendorfer Politiker befassten sich mit dem Haushalt 2011 / Gemeinde kann „Miese“ verkraften

Etat-Ausgleich gelingt erst 2013

Asendorf - (ah) · Der Gemeinde Asendorf geht es in diesen Tagen nicht anders als einer Familie nach dem Weihnachtseinkauf: Sie stellt fest, dass schon mal mehr Geld auf dem Sparbuch war.

Als erster von sechs Gemeinderäten in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen befasste sich der Rat Asendorf am Dienstagabend mit dem Entwurf des Haushalts 2011. Spätestens seitdem wissen die Politiker, dass ihr Bestand an liquiden Mitteln schrumpfen wird. Sowohl bei den laufenden Ausgaben (29 400 Euro) als auch bei den Investitionen (34 700 Euro) macht die Gemeinde im kommenden Jahr „Miese“. Das kann sie aber verkraften, da sich zurzeit noch 175 000 Euro auf dem Bankkonto befinden. Ende 2011 werden es also immer noch über 100 000 Euro sein.

Ein Ausgleich des Ergebnishaushalts – und das sollte das Ziel kommunalen Wirtschaftens sein – gelingt in Asendorf nicht. Es bleibt ein Defizit von 21 100 Euro, obwohl die Samtgemeindeumlage mit 483 800 Euro um 20 000 Euro geringer ausfällt als 2010. „Ein Zeichen dafür, dass man etwas tun sollte“, sagte Kämmerer Andreas Schreiber. Doch in Zeiten der doppelten Buchführung in Konten kann die Gemeinde auch damit leben. Der Etat muss über drei Jahre gesehen im Plus sein, was laut Finanzplanung nach einem weiteren Defizit 2012 (minus 9 600 Euro) im Jahr 2013 gelingt (plus 36 500 Euro). Vor allem die Übernahme der Energieversorgung soll den Mitgliedsgemeinden ab 2012 mehr Geld bescheren.

Bei den Einnahmen durch die Einkommensteuer (688 000 Euro), die Umsatzsteuerbeteiligung (59 000 Euro), die Grundsteuer A und B (457 000 Euro) und die Konzessionsabgaben (108 000 Euro) geht die Verwaltung weitestgehend von den Zahlen des laufenden Jahres aus. Die einzige Ausnahme bildet die Gewerbesteuer, die voraussichtlich rund 90 000 Euro weniger in die Kasse spült. Insgesamt ist die Asendorfer Steuerkraft leicht rückläufig und pendelt sich mit 1 343 784 Euro auf dem Niveau von 2009 ein. Pro Einwohner generiert die Gemeinde 2011 Steuererträge von 452 Euro, deutlich weniger als der Landesdurchschnitt (539 Euro).

Als richtig bezeichnete Schreiber die Anhebung des Gewerbesteuer-Hebesatzes von 330 auf 350 Prozent: „Da bleibt etwas über für Kindergarten und Straßenbau.“ In der Tat investiert die Gemeinde im kommenden Jahr in diesen Bereichen – wenn auch überschaubare Summen: 50 000 Euro für den Ausbau der Straße „Bunsenberg“ und 12 000 Euro für die Ausstattung des Kigas. Letzterer verzeichnet durch die Aufnahme von Krippenkindern mehr Personalkosten (196 300 Euro gegenüber 182 900 Euro in diesem Jahr), doch sinkt aus demselben Grund der Zuschussbedarf von 183 600 Euro auf 175 400 Euro. Rückläufig sind auch die Zuschüsse für die Jugendarbeit (18 500 statt 20 500 Euro) und die Gemeindestraßen (132 800 Euro statt 144 200 Euro), während Asendorf wegen der Beschaffung von Energiesparlampen mehr Geld für die Beleuchtung ausgibt (18 100 Euro statt 13 000 Euro). Durch Abschreibungen entsteht eine Nettobelastung von 93 900 Euro.

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