Malermeister Peter Voss geht in Ruhestand / Henry Wowerat tritt Nachfolge an

Erster Lehrling kommt zum Zug

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Wechsel im Malerhandwerk: Henry Wowerat (links) übernimmt das Geschäft von Peter Voss. ·

Diepholz - DRENTWEDE · Nach 45 Jahren selbstständiger Tätigkeit ist Schluss: Malermeister Peter Voss begibt sich mit Beginn des neuen Jahres in den wohlverdienten Ruhestand.

Ein Nachfolger für den kleinen Handwerksbetrieb in Drentwede steht bereits Gewehr bei Fuß: Henry Wowerat, langjähriger Mitarbeiter von Voss, wird die Geschäfte weiterführen. Eine Personalie, die sich schon vor längerer Zeit abgezeichnet hat und jetzt für einen reibungslosen Übergang sorgt.

Peter Voss sieht seinen Betrieb in guten Händen und blickt sichtlich zufrieden auf seine jahrzehntelange Tätigkeit zurück. Seine Ausbildung hat der heute 67-Jährige, der in Holtorf bei Colnrade aufwuchs, Anfang der 60er Jahre bei Heinrich Bahrs absolviert. Eine Zeit, in der Farben noch von Hand angerührt wurden und es keine Kleistermaschinen gab, um die Tapeten im Handumdrehen an die Wand zu nageln. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Geselle wagte Voss den Schritt in die Selbstständigkeit.

„Der Anfang war schwer“, erzählt Voss rückblickend. Damals habe es drei Maler in Colnrade gegeben, die natürlich nicht erpicht über die neue Konkurrenz waren. Doch der aufstrebende Geselle wusste sich durchzubeißen. Er erwarb seinen Meistertitel, siedelte Anfang der 70er Jahre nach Drentwede um und baute sich einen ordentlichen Kundenstamm auf. Die Arbeiten konzentrierten sich vornehmlich auf den privaten Bereich. Eine besondere Vorliebe des Malermeisters: Restaurierungen. In guten Zeiten brachte Voss bis zu drei Mitarbeiter in Lohn und Brot. Sicher keine große, aber doch eine solide Firma, in der stets eine familiäre Atmosphäre herrschte. So erhielten die Mitarbeiter kurzerhand das Hausrecht, wenn der Chef mit seiner Ehefrau Christa und Tochter Ina in den Urlaub fuhr.

Dieses Miteinander spürte auch Henry Wowerat, der einen besonderen Platz in der Firmengeschichte einnimmt. „Henry war mein erster Lehrling“, berichtet Voss. Inzwischen ist Henry Wowerat fast 25 Jahre in dem Betrieb beschäftigt, hat seinen Meister gemacht und freut sich auf den Sprung in die Selbstständigkeit. „Ich will das Geschäft in gewohnter Form weiterführen“, kündigt der 52-jährige Drentweder an. Sein Vorteil: Er kennt die Kunden, und die Kunden kennen ihn. Wenn das Auftragsvolumen steigt, will der Malermeister auch wieder einer zusätzlichen Mitarbeiter einstellen.

Und was macht Peter Voss in Zukunft? „Ich habe Hobbys genug“, schmunzelt der frisch gebackene Rentner. Als Vorsitzender des TSV Drentwede, Mitglied des Gemeinderates, begeisterter Fußball-Anhänger des 1. FC Kaiserslautern und Akteur der Heimatbühne Drentwede, die übrigens zurzeit ein neues Stück einstudiert, dürfte dem Mann sicher nicht langweilig werden. Und falls doch, dann weiß sein Nachfolger Wowerat bereits eine Lösung: „Wenn ihm die Decke auf den Kopf fällt, kann er bei mir helfen…“ · sp

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