Erst die Fuchsjagd, dann der Ball

Syke - HEILIGENRODE (rj) · Zur traditionellen Fuchsjagd hatte der Reit- und Fahrverein Kloster-Heiligenrode für Sonnabend geladen. Sammel- und Startpunkt war wieder beim Reit- und Ausbildungsstall der Familie Frentzel am Marienweg in Heiligenrode. 54 Teilnehmer verschiedener Altersgruppen waren der Einladung des Vereins gefolgt und begaben sich gegen Mittag auf den etwa 18 Kilometer langen Rundkurs.
Heinrich Jürgens und sein Team hatten einen anspruchsvollen Parcours mit 20 Hindernissen und zwölf Extra-Hürden für Ponys ausgearbeitet. Zahlreiche Landwirte der Umgebung gaben ihre Erlaubnis zur Benutzung von Wald, Feld und Flur. Für Besucher und Gäste hatten die Organisatoren einen Bus zur Verfügung gestellt, der den Reitern auf der Spur blieb. Im Bus beantwortete Heinrich Jürgens Fragen der Gäste.
Fuchsjagd in Heiligenrode
Die Visbeker Jagdhornbläser sorgten zu Beginn der Veranstaltung für passende Klänge. Dann begrüßte Imke Frentzel, erste Vorsitzende des Vereins, die Reiter und bat diese um eine Gedenkminute für den im März diesen Jahres verstorbenen Friedolin Cohrs. Er war ehemaliger Seniorchef und über dreißig Jahre lang erster Vorsitzender des Vereins. Es folgte eine kurze Einweisung der Teilnehmer durch Henning Heumann, der als Master zusammen mit Frank Glander das erste Springfeld übernahm. Das zweite Feld, das nicht zwingend springen musste, wurde von Master Christoph Brüseke und Heidi Kruse geleitet. Ein drittes Feld, das Ponyfeld, führten Master Meike Stolz und Imke Frentzel an. Bei typischem, trockenem Herbstwetter setzte sich die Reitergruppen in südliche Richtung in Bewegung.
„Unterwegs geht es für die Teilnehmer darum, den Vorjahressiegern, die an ihrer rechten Schulter einen mit einer Sicherheitsnadel befestigten Fuchsschwanz tragen, zu entreißen“, erläuterte Imke Frentzel vor dem Abritt die Regeln für die Fuchsjagd. „Die Herausforderer müssen dabei während des Reitens, von der linken Seite kommend, mit der rechten Hand nach der Trophäe greifen“. Die Vorjahressieger verteidigten ihre Titel in sechs Gruppen: Seniorenfeld, Altersgruppe 40 Jahre und älter, Mittelfeld, 30 bis 39 Jahre, Jugendfeld, 29 Jahre und jünger, Amazonenfeld, Ponyfeld und vereinseigene Reiter (ohne Ponys). „Die Füchse werden einzeln je Gruppe und nacheinander ausgeritten“, sagte Imke Frentzel.
Damit die Reiter nicht „verhungerten“ wurde während einer Halbzeit-Pause von den Hausfrauen Selbstgebackenes und belegte Brötchen gereicht. Für die „durstigen Seelen“ hatte Holger Frentzel Getränke herbeigeschafft. Am Nachmittag war Abschluss-Treffpunkt für alle Reiter auf dem Maisstoppel von Familie Bayer bevor es Richtung Stall ging. Alle Teilnehmer waren sehr zufrieden und voll des Lobes für die gute Organisation unter der neuen Vorsitzenden des Vereins, Imke Frentzel. Ihr Dank galt auch den zahlreichen Helfern, die mit dazu beigetragen haben, die Jagdveranstaltung vorzubereiten. Die Siegerehrung fand am Abend während des Reiterballes im Gasthaus „Meyerhof“ statt. Über die dankenswerterweise von diversen Sponsoren gestifteten Preise konnten sich freuen: Kurt Engelke, Senioren; Yvonne Abeln, Mittelfeld; Ronja Fink, Jugend; Merle Hausmann, Amazonen; Melanie Ehm, Ponyfeld und Alexandra Frentzel, vereinseigene Reiterin. Der Reiterball ging unter Beteiligung von mehr als 200 Gästen mit Tanz und Musik bei „Mega-Stimmung“ bis in die frühen Morgenstunden.