AWG erhält weniger Geld für Altpapier

Kosten steigen – Erlöse sinken

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Kein Müll, sondern Abfall: Die Wertstoffe aus ausgedienten Elektrogeräten zu lösen, kostet Geld. Die Einnahmen aus dem Verkauf dieser Wertstoffe hängt von den Weltmarktpreisen ab. Das Foto zeigt AWG-Chef Andreas Nieweler und Verwaltungswirtin Britta Zender an einer Sammelbox.

Bassum - Von Anke Seidel. Müll ist längst kein Müll mehr, sondern Abfall – und genau der steckt voller Wertstoffe. Sie aus den Tonnen der 67 000 Haushalte im Landkreis Diepholz zu heben, kostet Geld.

Allein ein Drittel der Abfall-Entsorgungskosten muss die AbfallWirtschaftsGesellschaft (AWG) für die Sammlung und Verwertung von Hausabfall aufwenden – und nicht viel weniger (29 Prozent) für die Sammlung und Verwertung der Bio-Abfälle. Problem- und Sperrabfälle binden 16 Prozent der Kosten, die landkreisweiten Wertstoffhöfe und sonstigen Deponien 22 Prozent.

Zahlen und Fakten, die AWG-Geschäftsführer Andreas Nieweler und Verwaltungswirtin Britta Zender gestern während eines Pressegesprächs im Entsorgungszentrum Bassum-Klövenhausen nannten. Dort erläuterten sie die Hintergründe für die geplante Erhöhung der Abfall-Entgelte, über die am Montag der Kreistag entscheiden muss. Wie bereits berichtet, sollen das Grundentgelt um 6,60 Euro im Jahr und die regelmäßige Leerung der Bio-Tonne um 24 Euro pro Jahr steigen – unter dem Strich eine Mehrbelastung von 30,60 Euro pro Haushalt und Jahr.

AWG-Geschäftsführer Andreas Nieweler spricht von einer „moderaten Erhöhung“ – und erinnert daran, dass die Abfall-Entgelte seit elf Jahren nicht angehoben worden seien. Zwischenzeitlich habe es sogar zwei Senkungen um jeweils vier Prozent gegeben.

Die jetzt geplante Erhöhung liege im Mittel bei 10,6 Prozent. Ziel der AWG sei es, die neuen Entgelte „mindestens erneut für drei Jahre stabil zu halten“.

Ausgaben von 18,2 Millionen Euro kalkuliert die AWG 2016 für die Abfallentsorgung im Landkreis Diepholz – und damit 128000 Euro weniger als bisher. Doch trotz dieser Senkung sei die Entgelt-Erhöhung notwendig, weil bisher vorhandene Überschüsse – zuletzt rund 2,3 Millionen Euro – aufgebraucht seien, erläutert Nieweler.

Diese Überschüsse sind sozusagen die Früchte aus der erfolgreichen Vermarktung der Wertstoffe. Weil die Preise dafür auf dem Weltmarkt aber schwanken, schwanken auch die Einnahmen. Beispiel Altpapier: Bis zu 130 Euro pro Tonne habe die AWG dafür in der Vergangenheit erzielen können, so der Geschäftsführer. Im Augenblick liege der Preis bei 80 Euro. Rund 160000 Tonnen Altpapier schlägt der kreiseigene Entsorgungsbetrieb pro Jahr um. „Wir geben die Erlöse eins zu eins weiter“, betont Nieweler. Will heißen: Höhere Erlöse kommen den Bürgern zugute.

Auch wenn die Treibstoffkosten um etwa sieben Prozent gesunken seien: Kalkulieren müsse die AWG mit allgemeinen Kostensteigerungen, zum Beispiel beim Personal, hieß es gestern.

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