Syker Vorwerk zeigt seit gestern 70 Werke von Otto Quirin

Enorme Schaffenskraft

Der 82-jährige Otto Quirin war gestern bei der Eröffnung seiner Ausstellung im Vorwerk anwesend.

Syke - · Trotz extremer Eisglätte: Der gefährliche Anfahrtsweg ins Syker Vorwerk hatte sich gelohnt. Das erkannten gestern Mittag die zahlreichen Gäste bei der Vernissage der Ausstellung „Köpfe im Kopf“ des Malers Otto Quirin sehr bald.

Viele bekannte Künstler und Anhänger der schönen Künste erzeugten eine beträchtliche Enge. Entsprechendes Durchsetzungsvermögen brauchte Bernd  Wagemann (KSK Syke), um seine Begrüßungsworte bis in die hintersten Reihen hörbar zu machen. „Lassen Sie sich mit auf eine Zeitreise nehmen“, machte er Lust auf das künstlerischen Wirken von Otto Quirin.

„Voll im Saft“, bescheinigte Kuratorin Nicole Giese, stehe der 82-jährige Otto Quirin – der persönlich anwesend war und keine Miene verzog.

Dessen enorme Schaffenskraft zeigt sich im Syker Vorwerk in mehr als 70 Werken aus sechs Jahrzehnten tatsächlich in beeindruckender Bandbreite und voller Experimentierfreude bis zum heutigen Tag. Mit dabei ist auch ein Frühwerk des 1927 in Mönchengladbach unter dem Namen Otto Kaiser Geborenen. Er studierte nach dem Krieg Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Düsseldorf, Bremen und Hamburg.

Längst gilt Otto Quirin als einer der wichtigsten Maler der lyrischen Abstraktion, einer Ende der 40er-Jahre entstandenen Stilrichtung.

Wie ein roter Faden zieht sich die Auseinandersetzung mit Köpfen als Motto der Ausstellung durch die Räume des Vorwerks. Von daher warnte Dr. Dr. Wolfgang Griese in seiner Laudatio vor einem langen „Entdeckungsweg“. Ausgangspunkt der Ausstellung sei zwar das Spätwerk „Köpfe im Kopf“ aus dem Jahr 2004 mit der Umsetzung zur deutschen Wiedervereinigung. Aber die Bildsprache „eines arabischen Geschichtenerzählers mit Pinsel und Farbe“ liege zum Genießen, Schmunzeln, Nachdenken und Philosophieren in allen Werken im Blickwinkel des Betrachters.

Otto Quirin nahm die wohlwollenden Worte gelassen hin, bedankte sich dann doch noch mit dem fröhlichen Lachen eines jung gebliebenen 82-Jährigen, bevor sich die Gäste auf die Tour zum Wasserschloss aus Feuerzeugen, „Zwei in einem Pullover“ als Materialmix oder zur mathematischen Auseinandersetzung „Herbst des Euklid“  begaben.

Zu sehen sind die Portraits von Otto Dix oder Pablo Neruda, die Collagen und vor Farben jubilierenden oder experimentierfreudigen Werke noch bis 11. April im Syker Vorwerk.

· Angelika Kratz

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