Pastorin Melanie Simon beendet ihre Probezeit und zieht mit Familie nach Dreye um / Promotion und Kinder im Fokus

Aus der Elternzeit in die Elternzeit

Pastorin Melanie Simon mit ihren beiden Zwillingen Josefine und Sanna-Maria.

Leeste · Rauf auf die Mama – runter von der Mama. Die Zwillinge Josefine und Sanna-Maria fordern ihre Mutter sehr. Die hat mit Ablauf des gestrigen Tages ihre Probezeit bei der Leester Kirchengemeinde vollständig absolviert. Obwohl sich Melanie Simon (34) ab heute auf jede Pfarrstelle bewerben dürfte, will sich die Geistliche wieder ihren beiden anderthalbjährigen Zwillingstöchtern widmen und in dieser Zeit promovieren. Ihre halbe Stelle in Leeste fällt dem Rotstift der Landeskirche zum Opfer.

Nach der Geburt ihrer Töchter entschied sich Melanie Simon, Elternzeit zu nehmen. Eine Entscheidung, die für sie richtig war. Ihre Töchter kamen auf natürlichem Weg auf die Welt, mussten aber auf einer Bremer Intensivstation versorgt werden. Anschließend, im Pfarrhaus an der Böttcherei, hätte sie ohne die Hilfe ihrer Mutter und Schwiegermutter die ersten sechs Monate wohl kaum überstanden, mutmaßt sie. Denn sie sei rund um die Uhr für die Zwillinge da gewesen. „Sie brauchten extrem viel Nähe und schliefen nur auf dem Arm.“ Dass die beiden jetzt ausgeglichen und fröhlich wirken, sei „harte Arbeit“ gewesen. Zwei Stunden am Stück durchzuschlafen sei purer Luxus gewesen. „Ich bin absolut an meine Grenzen gekommen“, berichtet Simon. Heute freue sie sich, wenn sei mal eine Nacht nicht gefordert wird. Sie bezeichnet es als „phänomenal“, dass man „sich an diesen Zustand sehr gut gewöhnen kann“. „Die Elternzeit bei Zwillingen ist länger als bei der Geburt nur eines Kindes und beträgt fünf Jahre“, erläutert Simon. Doch um bestimmte berufliche Fristen nicht zu verpassen, hat die 34-Jährige einen günstigen Zeitpunkt abgewartet, um die restliche Probedienstzeit zu absolvieren – es fehlten noch fünf Wochen. Die liegen nun hinter Simon. Ein Auszug aus dem Pfarrhaus steht unmittelbar bevor: Sie will mit ihrem Ehemann nach Dreye in ein Haus ziehen. Weyhe als Lebensraum habe sie schätzen und lieben gelernt, sagt sie. In ihrer Zeit hat Simon mit den Leester Gemeindemitgliedern den lebendigen Adventskalender ins Leben gerufen, aber auch den Taufbaum, den Krabbelgottesdienst oder Taizé-Andachten organisiert. Für besondere Gottesdienste sei sie stets aufgeschlossen gewesen. Wenn die Kinder älter sind, will sie sich auch in den Kindergottesdiensten einbringen.

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