Mehr als 60 Interessierte erarbeiten Vorschläge zur Bildungsstruktur

Eltern sammeln Argumente

Ergebnis der Gruppenarbeit.
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Ergebnis der Gruppenarbeit.

Bassum - Von Frauke Albrecht„Wir benötigen ein Konzept, es geht nicht darum, eine Schule gegen die andere auszuspielen.“ In diesem Punkt sind sich Eltern, Lehrer und Befürworter der Grundschule Petermoor einig. Am Montagabend trafen sich mehr als 60 Interessierte in der Aula der Grundschule, um über den gemeinsamen Antrag von CDU und SPD zu sprechen und das weitere Vorgehen zu beraten.

Unter den Interessierten waren nicht nur Eltern und Lehrer der Schule Petermoor, auch Mütter und Väter anderer Schulen sowie Vertreter des Bürgerblocks und der Grünen waren gekommen, um sich auszutauschen und ein Konzept zu erarbeiten. Die Fraktionssprecher Dr. Rainer Hartmann (Grüne) und Christian Porsch (Bürgerblock) gaben bekannt, dass sie einen Antrag gestellt haben, der den Zeitdruck aus der Diskussion nehmen soll. Die Fraktionen fordern, dass eine ergebnisoffene Diskussion um die Veränderung der Schulstruktur von externen Beratern moderiert wird und dass dieser Entscheidungsprozess unabhängig von einem Krippenbau geführt werde (siehe auch nebenstehenden Artikel).

Aus diesem Grund schlug Hartmann vor, an diesem Abend nicht ein mögliches Alternativkonzept zu erarbeiten, sondern die Vorzüge der Grundschule Petermoor herauszustellen. Viele Anwesenden äußerten jedoch ihre Sorge, dass der Antrag abgelehnt werden könnte und man dann ohne Argumente da stünde. Besser wäre, mit Daten und Fakten aufwarten zu können. Man möchte konstruktive Vorschläge machen.

Schulleiterin Ursula Buchwald-Wachendorf regte an, sich in Gruppen zusammenzusetzen, um verschiedene Themen zu erarbeiten. Sie hatte im Vorfeld Informationen zusammengetragen, die als Grundlage verwendet werden könnten, unter anderem die aktuellen Schülerentwicklungszahlen, eine Auflistung der anfallenden Kosten der Schulen in Bassum, Informationen des Kultusministeriums zu Schulorganisation und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zu zukunftssicheren Bildungsstrukturen.

Ihr Vorschlag: „Wir nehmen drei Szenarien an: Erstens, den Status Quo – alles bleibt wie es ist; zweitens die Auflösung der Grundschule Petermoor mit allen Auswirkungen und drittens die Auflösung einer Außenschule. Es gibt noch viele andere Varianten, aber in der Kürze der Zeit, wäre es sinnvoll, sich auf diese drei Möglichkeiten zu beschränken“, so die Schulleiterin. Für jede dieser Alternativen gilt folgende Fragestellung: „Wie muss Schule 2020 aussehen, welche Anforderungen muss sie erfüllen, um Kinder gesellschaftsfähig zu machen?“ Bewertungsfaktoren sollten unter anderem sein: Qualität der Schule (Ganztagsbetreuung, Fremdsprachen, neue Medien etc.), Pädagogik, Inklusion, Umgebung, Entwicklung der Schülerzahlen. Letztendlich müsse man zudem herausfinden, was die Umsetzung für jede Alternative kosten würde.

Dass dieses Vorhaben an einem Abend nicht zu leisten ist, war allen klar. Aber die Zuhörer begannen zumindest, das Material durchzuarbeiten und die Vorzüge der Grundschule Petermoor herauszuarbeiten, um darauf aufbauen zu können. Die Vorteile zierten am Ende eine große Pinnwand. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem weiteren Vorgehen (Leserbriefe, Bürgerbegehren, Unterschriftenliste, Demo etc.), aber auch mit Anregungen, Neuerungen umzusetzen. So schlug ein Vater vor, eine Elternbefragung losgelöst von den Schulbezirken durchzuführen. Er wohne in Schorlingborstel. Seine Tochter müsse mit dem Bus nach Neubruchhausen. Da beide Eltern in Bassum arbeiten, wäre es einfacher, wenn die Kleine in Bassum beschult würde. Das Motto „Kurze Wege für kurze Beine“ sei nicht für jede Familie das Wichtigste“, meinte eine andere Zuhörerin. Ausschlaggebend sei vielmehr die Qualität der Schule, sprich Frühförderung, Sprachförderung, Ganztagsbetreuung und anderes mehr. Die Ergebnisse des Abends werden in Kürze auf der Internetseite der Schule veröffentlicht, ebenso der Termin für das nächste Treffen.

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