Besuch beim Krippenspiel am Heiligen Abend blieb leicht hinter dem der Vorjahre zurück

Einzelne Plätze in der Kirche blieben frei

Eine Gruppe der Kinder aus der Kinderkirche (seit September hat sie ein völlig neues, spannendes Programm und nennt sich „Abenteuerland“) fanden sich im Oktober ein, um ein Krippenspiel auswendig zu lernen und dieses zur Freude aller Besucher am Heiligen Abend aufzuführen.

Diepholz - MARIENDREBBER (bau) · Für die Kinder ist es der wohl spannendste Tag des Jahres. Ehe es am Abend die ersehnten Geschenke gibt, ist für die meisten Familien der Gang zur Kirche eine beliebte Tradition.

In diesem Jahr blieben wegen der Schneemengen auf Straßen, Gehwegen und Parkplätzen einige wenige Kirchgänger daheim. Die Notsitze wurden diesmal weitgehend geschont und in den hinteren Reihen gab es noch vereinzelt freie Plätze.

Die Familie von Rita Peters aus Ossenbeck gewann diesmal das Los des Gewinnspiels um die Plätze in der ersten Reihe der Kirchenzeitschrift „Die Glocke“. Als Michael Schönemann mit dem Stück „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ an der Orgel spielte, waren die jüngeren Besucher froh, nicht noch länger auf den Beginn warten zu müssen.

Pastor Andreas Flug hielt sich mit seinen einleitenden Worten nicht lange auf und gab schnell die Bühne für das Krippenspiel frei.

Seit einigen Jahren leiten Daniela Hain, Silke Emker, Denise Pieper und Michelle Emker mit großem Engagement, viel Fleiß und Freude die Gruppe der Kinder, die jedes Jahr Heiligabend ein Krippenspiel in der Kirche in Mariendrebber präsentieren. In diesem Jahr spielte die Weihnachtsgeschichte wie immer in Bethlehem, wurde aber von einem „Teenager“ auf Bitten seiner Oma vom heimatlichen Computer im Internet verfolgt. Unter der Adresse (die übrigens http://www.bethlehem-city.org heißt) besuchten die beiden den Ort und verfolgten die Geschichte.

Für den Jungen ist diese ganze Geschichte nichts Wichtiges: „ Ach Oma, lass mich doch mit dem ganzen Kram in Ruhe!“, meinte er, als seine Großmutter fragt, was er denn die ganze Zeit in seinem Zimmer hocke. Rief er zu Beginn die Adresse nur aus Freundlichkeit auf, so änderte sich das im Verlaufe der Aufführung.

Zu Beginn wurde er von seiner Oma noch angehalten, doch bitte die Geschichte weiter zu verfolgen. Der Junge hatte wohl ziemlich schnell genug: „Ich glaube, das Ganze regt Dich viel zu sehr auf! Am besten, wir lassen den ganzen Kram.“ Aber die Oma bat inständig: „Es ist das Wunder der heiligen Nacht! Komm, wir wollen sehen, wie es weiter geht!“

Immer spannender wurde es für ihn, so dass er am Ende sagen konnte: „So nah war ich noch nie an Weihnachten! Ich glaube, ich habe den Sinn der heiligen Nacht erst heute verstanden!“

Die Geschichte um die Geburt des Jesuskindes, die zuerst den Hirten kundgetan wird, berührte ihn. Am Ende wollten sie vor dem Computer niederknien und das Jesuskind anbeten.

Pastor Flug stand nach der Aufführung inmitten der Krippenspieler. Fragend wandte er sich an seine Gemeinde: „Meint ihr, damals hätte es schon „Google streetview“ gegeben?“ Aber für den Enkel ist es wohl eine wichtige Erfahrung. Er sah, dass den Hirten kalt war und sie kamen, um das Kind anzusehen. Er sah die drei heiligen Könige, die ebenfalls zum Kind kamen und er begriff, so Pastor Flug: „Weihnachten – das hat auch etwas mit mir zu tun! Jesus ist damals nicht nur für die Hirten, sondern für uns alle geboren worden! Und wisst ihr, was so toll ist? Weihnachten kommt jedes Jahr wieder, und wir dürfen uns jedes Jahr daran erinnern!“

Den verdienten Applaus für das Auswendiglernen der Texte und das gelungene Krippenspiel bekamen die Schauspieler zum Schluss.

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