Ausschuss empfiehlt Zusammenlegung der Grundschulen Schwarme und Martfeld

Eine Schule, zwei Standorte

Bruchhausen - MARTFELD/SCHWARME · Der Schulausschuss der Samtgemeinde hat sich für die organisatorische Zusammenlegung der Grundschulen Schwarme und Martfeld ab dem Schuljahr 2013/2014 ausgesprochen. Folgt der Samtgemeinderat dieser Empfehlung, gibt es künftig eine Schule mit einem Namen und einem Kollegium an zwei Standorten.

Seit November 2011 übernimmt die Schwarmer Grundschul-Leiterin Christine Grimpe auch in Martfeld kommissarisch die Leitung – zunächst bis Ende Juli dieses Jahres. Grimpe wäre laut Beschlussvorlage der Verwaltung bereit, bei einer Zusammenlegung der beiden Einrichtungen diese Aufgabe bis zu ihrem Ruhestand 2015 weiter zu erfüllen.

Bereits in den vergangenen anderthalb Jahren seien die Schulen näher zusammengerückt, heißt es seitens der Verwaltung. Fachbereichsleiterin Cattrin Siemers sieht in einer Zusammenfassung viele Vorteile: Neben der Zeitersparnis bei der Organisation gäbe es dann alle Gremien – Schulvorstand, Gesamtkonferenz und Fachkonferenzen – nur noch einmal. Ferner dürfte die Schulleiter-Stelle nach Grimpes Abschied leichter wieder zu besetzen sein. Der Austausch von Lehrmitteln sowie gemeinsame Klassenfahrten und Veranstaltungen würden Kosten sparen.

Die Schulvorstände und Gesamtkonferenzen beider Schulen haben einstimmig für die Zusammenfassung votiert. Und so machte Vorsitzender Wolfgang Griese (CDU) seinen Ausschuss-Kollegen am Donnerstagabend auch gleich klar, dass es keinen Grund für ein „Nein“ gebe. „Für die Schulleitung und die Lehrer ist das eine große Arbeitsentlastung“, sagte er und lobte die tolle Arbeit von Christine Grimpe.

Als „richtigen Weg“ bezeichnete auch Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate (Grüne) das Vorhaben: „Für die Kinder ist Schule dort, wo das Gebäude steht.“ Peter Schmitz (SPD) stimmte zu: „Durch diese Maßnahme werden wir sehr lange in Schwarme und Martfeld eine Schule im Ort haben.“ Von einer „Maßnahme, um langfristig beide Standorte zu behalten“, sprach auch sein Partei-Kollege Andree Wächter.

Die Angst mancher Bürger, dass ihre Schule geschlossen werden könnte, greift auch die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage auf. Sie betont, dass es selbst bei einer kompletten Einzügigkeit beider Standorte ohne umfangreiche Baumaßnahmen gar nicht möglich wäre, alle Schüler und Lehrer an einem Ort unterzubringen. Der Raumbedarf steige durch die Ganztagsbetreuung und die Inklusion.

Eine Steuergruppe mit Vertretern beider Schulen soll sich mit den Details der Zusammenlegung und einem Namen für die einheitliche Schule befassen.

Zudem informierte sich das Gremium am Donnerstag über die Planentwürfe der weiteren Sanierung der Bruchhausen-Vilser Dreifeldsporthalle. Ein Bericht folgt am Montag. · mah

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