Glückwünsche zum 70-jährigen Bestehen des Freibades /„Zehn-Meter-Turm war abenteuerlich“

„Ein Aushängeschild der Stadt Diepholz“

Diepholz - (sp) Als der damalige Bürgermeister Brüning im Jahr 1939 das Diepholzer Freibad einweihte, hatten sich etwa 3 500 Menschen im Müntepark versammelt. Nun, an diese Besucherzahlen konnte die gestrige Veranstaltung nicht heran reichen, aber die Stimmung zum 70. Geburtstag war dennoch bestens und passte zum Sonnenschein, der sich rechtzeitig zur Begrüßungsansprache den Weg durch die Wolken bahnte.

„Das Freibad ist ein Aushängeschild dieser Stadt“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Hans-Werner Schwarz, der als Stammgast des Bades gerne die Glückwünsche der Stadt Diepholz übermittelte. Der Ratsvertreter lobte die gute Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Huntetal, die das Bad im Jahr 1993 übernommen hatten. Das Bad habe einen hohen Stellenwert, der noch mehr in den Vordergrund gerückt werden müsse.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Huntetal, Hans-Ulrich Püschel, streifte kurz die Geschichte der Freizeiteinrichtung, die sich durch den Spitzen- und Breitensport immer wieder interessant gemacht habe. Mit einem freundlichen Gruß in Richtung Wachturm dankte der Aufsichtsratschef den Vertretern der DLRG, die das Bad mit ihrem ehrenamtlichen Dienst mittragen.

Mit einem Glas Sekt stießen Vertreter der Stadt und der Stadtwerke auf das 70-jährige Bestehen an. Beim Blick übers Wasser schwelgten die Besucher in Erinnerung an alte Zeiten. Hans-Ulrich Püschel hatte seine Badehose dabei und erinnerte sich gerne an die fünf und zehn Meter hohen Sprungtürme, auch wenn er sich nicht bis zur obersten Stufe vorgewagt hatte.

An diese Zeiten konnte sich gestern auch Hans Kettler erinnern, der in diesem Jahr ebenso wie das Freibad seinen 70. Geburtstag feiert. „Der Zehn-Meter-Turm war etwas Besonderes, aber auch abenteuerlich. Wir sind von der Schule viel hier gewesen, damals aber auch oft in die Lohne gesprungen“, berichtete der Diepholzer, der mit seiner Frau Renate in direkter Nachbarschaft zum Freibad wohnt.

Das Ehepaar konnte Haus und Garten auf einer alten Luftaufnahme entdeckten, die gestern im Rahmen einer Ausstellung gezeigt wurde. Auf Stellwänden gab es Berichte und Bilder zur Geschichte des Bades zu sehen. Die kleine Zeitreise war aber nur ein Bestandteil des Rahmenprogramms, das zum Geburtstag geboten wurde. Bei freiem Eintritt konnten Alt und Jung im beheizten Wasser schwimmen und sich auch bei der Aqua-Fitness betätigen. An Land hatte die SG Diepholz mit Beachvolleyball und Tischtennis für Abwechslung gesorgt, während das Jugendrotkreuz unter der Regie von Daniela Frenzel mehrere Spiele für Kinder anbot. Neugierige Blicke zogen auch die kleinen Boote der IG Modellbau Diepholz auf sich. Ein Höhepunkt war das Wasserski-Angebot mit Weltmeister Simon Herrmann.

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