Stadt empfiehlt Ausbau des kleinen Barrier Einkaufszentrums / Dafür kein neuer Verbrauchermarkt an der Hache

Edeka-Markt auf doppelter Fläche

Die gestrichelte schwarze Linie zeigt die geplante Erweiterung des vorhandenen Edeka-Markts. Auch die beiden benachbarten Gebäude sind davon betraffen. Links die B 6, davor die Sudweyher StraßeGrafik: Stadt Syke

Syke - BARRIEN (mwa) · Kein neues Einkaufszentrum in der Nähe der Barrier Feuerwehr, dafür aber ein kräftiger Ausbau des Edeka-Markts an der Sudweyher Straße auf knapp die doppelte Größe – das empfiehlt jetzt die Syker Stadtverwaltung. Die entsprechende Beschlussvorlage ist Mittwoch, 22. September, Thema im Barrier Ortsrat. Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im Gasthaus Löhmann.

Die Verwaltung gibt der Erweiterung des bestehenden Markts eindeutig den Vorzug gegenüber einer Neuansiedlung. Das entscheidende  Argument dafür lautet: „Zur  Sicherung des Einzelhandels im Ortskern und zur Verhinderung von Leerständen.“

Die geplante Vergrößerung von derzeit rund 1100 m² auf dann knapp 2000 m² würde die Schwelle zum so genannten „großflächigen Einzelhandel“ eindeutig überschreiten. Daher müssten der gültige Flächennutzungsplan für den Barrier Ortskern entsprechend geändert sowie ein so genannter vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Konkret müsste die Stadtverwaltung den Standort als „Sondergebiet“ ausweisen. Ein Problem könnte dabei das niedersächsische Raumordnungsprogramm sein, das für solche Ausweisungen strenge Kriterien vorgibt.

Ein zentrales Argument für die Erweiterung wäre in diesem Zusammenhang allerdings die „wohnortnahe Grundversorgung in Siedlungsschwerpunkten“ außerhalb des Syker Stadtkerns. Darüber hinaus erfülleBarrien die Funktion eines „städtebaulichen Nebenzentrum für die Ortschaften Barrien, Ristedt, Gessel und Okel“.

Eine Schädigung des  Einzelhandels im Syker Stadtkern durch die Erweiterung des Einzelhandels in Barrien müsse jedoch  ausgeschlossen sein, heißt es in einer Expertise zum  Erweiterungsvorhaben.

Mitte nächsten Jahres könne das Verfahren bis zur Planreife gebracht werden, sagt die Stadtverwaltung in ihrer aktuellen Beschlussvorlage voraus.

Verkehrsprobleme erwartet die Stadt übrigens nicht. Zwar werde im Zuge des Ausbaus auch die Zahl der Kundenparkplätze erhöht, da mit einer Zunahme des Kundenverkehrs zu rechnen sei. Seit Fertigstellung der Barrier Nordumgehung sei aber die Verkehrsbelastung auf der Sudweyher Straße in Höhe des Edeka-Markts um etwa ein Drittel zurückgegangen.

Wegen dieser relativ geringen Grundbelastung hält die Verwaltung den zu erwartenden erhöhten Kundenverkehr für unproblematisch und beruft sich dabei auf eine weitere Expertise. Gemäß dieser sei „die Abwicklung der zukünftigen Verkehrsströme mit einer sehr guten Verkehrsqualität

möglich“.

So sei es zum Beispiel nicht erforderlich, auf der Sudweyher Straße einen separaten Linksabbieger einzurichten. Die verkehrliche Erschließung könne bleiben, wie sie ist. Punktuelle Veränderungen wie etwa eine Verengung der Einmündung Sudweyher Straße / Im Sande seien  ausreichend.

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