Problem wirkte sich für Kunden in der Region Diepholz sehr unterschiedlich aus

EC-Karten: Update für den Chip

Nina aus Diepholz hat keine Probleme beim Zahlen mit der EC-Karte.

Diepholz - (ej) · 55 000 EC-Karten hat die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz als größtes Geldinstitut der Region in Umlauf. Wie viele davon von dem bundesweiten Chip-Problem betroffen sind, ist unklar. Fest steht aber seit gestern Abend: Das Problem ist gelöst.

„Alle Sparkassen-Karten bekommen in Kürze ein Update über unsere Geldautomaten eingespielt“, erklärte Ralf Vielhauer aus dem Marktmanagement der Kreissparkasse. Ein aufwändiger Austausch der Karten mit Veränderung der Geheimzahl ist nicht erforderlich.

Das Chip-Problem, durch das die Betriebssoftware die Jahreszahl 2010 nicht korrekt verarbeiten konnte, wirkte sich in der Region sehr unterschiedlich aus, ergab eine stichprobenartige Umfrage unserer Zeitung.

Im Diepholzer E-Center zeigte nach Aussagen von Inhaber Stephan Immega jede dritte Bankkarte von Kunden einen Fehler an. Hauptsächlich seien das Karten einer großen Privatbank gewesen. Da die Supermarkt-Kassen aber auch die Magnetstreifen der Karten durch ein „Durchziehen“ auslesen können, ergab sich dadurch praktisch keine Verzögerung für die Kunden.

Keine Karten-Probleme hatten Kunden von zwei befragten Tankstellen in Diep holz und Wetschen sowie des Diepholzer Hagebau-Marktes. Dass in dem großen Baumarkt nach Auskunft des stellvertretenden Marktleiters Andreas Losch kein einziger Kartenfehler registriert wurde, lässt die Vermutung zu, dass das Problem nicht so groß ist wie vielfach überregional berichtet.

Laut Ralf Vielhauer von der Kreissparkasse ist es auf jeden Fall nicht mehr notwendig, den Chip mit einem Klebeband abzudecken, um das Lesegerät auf den Magnetstreifen der Karte zu lenken. Das war in Medienberichten geraten worden. Vielhauer rät sogar davon ab: „Das kann nur die Lesegeräte beschädigen“. Die Software der Geräte von Händlern und Märkten in Deutschland wurde zentral verändert, so dass sie nun automatisch auf den Magnetstreifen ausweichen.

Von dem Fehler nicht betroffen sind Sparkassen-Karten mit Chip, die seit Juli 2009 ausgestellt worden sind. Von den Einschränkungen sind alle Sparkassen-Kreditkarten mit Chip und einem Gültigkeitsbeginn vor März 2009 betroffen. Karten, die nach diesem Datum ausgegeben worden sind oder keinen Chip tragen, haben nicht das Problem. Wer eine Auslandsreise plant, sollte sich rechtzeitig bei seiner Bank melden. Diese wird klären, ob eine Karte von dem Akzeptanzfehler betroffen ist, der sich im Ausland noch auswirkt.

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