Diepholzer Extremsportler Dennis Baering startet zum nächsten Abenteuer

Zu Fuß durch den Dschungel von Costa Rica

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Der Diepholzer Dennis Baering (25) startet in wenigen Tagen in einem Team von Gleichgesinnten zu einer Durchquerung des Dschungels in Costa Rica. 250 Kilometer Fußweg und viele Gefahren liegen vor den fünf Extremsportlern.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Hindernislauf in Polen, Ironman auf Lanzarote, mit einem schrottreifen Auto nach Aserbaidschan – und zwischendurch mal eben einen Marathon: Dennis Baering mag sportlich das Extreme. Jetzt startet der Diepholzer ein weiteres Abenteuer: Zu Fuß durch den Dschungel von Costa Rica.

Morgen früh geht sein Flugzeug. Gemeinsam mit vier weiteren deutschen Extremsportlern, die er bei Veranstaltungen kennen gelernt hat, wagt der 25-Jährige ab 6. Januar die Durchquerung des Urwaldes in Costa Rica von der Karibik- zur Pazifik-Küste.

Luftlinie sind das 130 Kilometer. Doch in dem unwegsamen Gelände mit einem Gebirgszug, dessen höchster Berg der Cerro Chirripó mit 3820 Metern ist, wird der Weg etwa 250 Kilometer lang. Neun Tage hat sich das Extremsportler-Team dafür als Zeitlimit gesetzt. „Die ersten zwei Tage geht es noch durch bewohntes Gebiet. Dann sind wir fünf Tage auf uns allein gestellt, bevor wir wieder Dörfer erreichen“, berichtet Dennis Baering. Das ist nicht ungefährlich. Selbst kleinere Verletzungen könnten in dem schwer erreichbaren Gebiet zum Problem werden.

15 Kilo Gepäck schleppt jedes Teammitglied. Zur Orientierung dient ein GPS-Gerät. Aber auch ein klassischer Kompass ist dabei. Medikamente und Verbandszeug für Notfälle nehmen die Extrem-Touristen ebenso mit auf ihre abenteuerliche Wanderung wie Aktivkohlefilter zur Trinkwasser-Aufbereitung und Astronautennahrung mit 3000 Kalorien pro Tag und Person.

Die Hauptgefahren bei der Dschungel-Durchquerung bilden Giftschlangen, Spinnen und Skorpione. „Deshalb schlafen wir auf Hängematten unter einem speziellen Netz“, erklärt Dennis Baering, der hauptberuflich Mechatroniker bei der Diepholzer Firma Omega Technology Plastic ist und von seinem Chef unterstützt wird.

Anstrengend ist nicht nur der Weg, sondern auch das Klima. 25 bis 30 Grad Celsius bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit lassen die Dschungel-Durchquerung alles andere als einen Spaziergang werden. Hinzu kommt der Temperaturunterschied bei der Überquerung des Gebirgszuges. Dort oben ist es nahe null Grad kalt. Dennis Baering: „Wir wollen an dem Tag früh aufbrechen, um am Abend wieder unten im tropischen Klima zu sein und dort zu übernachten.“

Die Kosten für das Abenteuer halten sich im Rahmen. Für 600 Euro hat Dennis Baering einen extremen Billig-Flug über Panama ergattert, für Ausrüstung und Impfungen sind 500 Euro veranschlagt.

Nach der Ankunft in Costa Rica werden die fünf Extremsportler von einem Kontaktmann in Empfang genommen, der die Sportler aus Deutschland an den geplanten Startpunkt bringt und am Ziel wieder abholt. „So eine Tour wie unsere hat er aber noch nicht gehabt“, lächelt Dennis Bae ring. Nach der Dschungel-Durchquerung wollen sich die fünf Tourer – der ältestes ist 51 Jahre alt – noch einen einwöchigen Urlaub an der Küste Costa Ricas gönnen.

Wenn Dennis Baering die Tour durch den Dschungel geschafft hat, plant der 25-jährige Diep holzer sein nächstes extremes Vorhaben: Eine Wüsten-Durchquerung, wahrscheinlich in Chile.

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