Präventionstage an der Oberschule Varrel mit Fachreferenten

Drogen, Sucht und die Folgen

Zwei Schülerinnen, die eine sogenannte Rauschbrille tragen und auf dem markierten Strich entlang gehen, Bälle und Geld aufheben und in die vor ihnen stehende Kiste werfen sollen.
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Zwei Schülerinnen, die eine sogenannte Rauschbrille tragen und auf dem markierten Strich entlang gehen, Bälle und Geld aufheben und in die vor ihnen stehende Kiste werfen sollen.

Varrel - Dorffeste, auf denen Minderjährige Alkohol trinken, sind Alltag. Auch im Sulinger Land. Oft genug heißt es aber aus dem Familienkreis, dass ein „Schmutz“ oder ein „Radler“ nicht schade. Doch ob das Bier nun mit Limo oder Cola gemischt wird – zur Limo und Cola wird alkoholhaltiges Getränk addiert.

Privat sind die Jugendlichen mit weitaus mehr Prozenten in den Getränken ausgestattet. „Vorgeglüht“ wird mit allem, was die heimische Bar hergibt oder ältere Freunde so besorgen. Alkohol ist eine legale Droge. Die Gefahren werden ausgeblendet. Auf den Stundenplan der Oberschule Varrel setzte sie jetzt Schulsozialarbeiter Jens Grunert. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 arbeiteten sich in Gruppen zu je 30 Teilnehmern an zwei Tagen durch Theorie und Praxis aktueller Suchtthemen. Als fachlich versierte Referenten standen an beiden Tagen Klaus Fritzensmeier (Präventionsbeauftragter des Landkreises Diepholz), Christian Caselitz (Kirchenkreis Diepholz, Fachstelle für Sucht und Suchtprävention: Glücksspielsucht und Mediensucht), Eric Walsemann (Kirchenkreis Diepholz, Fachstelle für Sucht und Suchtprävention: Alkohol und illegale Drogen) sowie Reiner Bergmann und Sonja Fehrs von der Polizei Sulingen zur Verfügung.

Wie wirken legale (etwa Alkohol) und illegale Drogen (etwa Haschisch) auf den Körper? Warum wird soviel Alkohol konsumiert? Wie erkennt man, dass man süchtig ist?

Süchtig machen auch Glücksspiel und Medien. Ein Tag ohne Facebook oder Whats app? Christian Caselitz zeigte den Schülerinnen und Schülern deutlich den Suchtverlauf auf und erklärte ihnen, wie sie sich vor solch einer Abhängigkeit schützen können. Wie fühlt sich ein Rausch an? Das probierten die Schülerinnen und Schüler mittels einer so genannten Rauschbrille aus.

Welche Auswirkungen hat es, etwa bei der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, wenn das polizeiliche Führungszeugnis nicht mehr blütenweiß ist: Wann mache ich mich strafbar im Umgang oder durch den Konsum von Alkohol und Drogen? Antworten lieferten die Referenten. Für Jens Grunert sind die Präventionstage wichtig: „So können die Schüler über Wirkung und Folgen von Suchtmitteln und Suchtverhalten aufgeklärt werden und es wird ihnen aufgezeigt, wie sie sich davor schützen können.“ Gespräche mit Schülern und Referenten hätten gezeigt, wie wichtig die Präventionstage seien. Es werde sie im kommenden Jahr wieder geben. Schulleiter Torge Sprado unterstützt die Aktion: „Wichtig ist uns das Prinzip der Nachhaltigkeit.“ Die von Schulsozialpädagogen Jens Grunert organisierten und durchgeführten Präventionstage seien unabdingbare Maßnahmen der Präventionsarbeit und anhand ihrer werde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Schulsozialarbeit ist und dass eine solche Veranstaltung ohne Schulsozialpädagogen nicht möglich gewesen wäre. · sis

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