Gestern krachte Audi in Kirchweyhe gegen Baum / Auto war mit sechs Personen überbesetzt

Drei Tote bei „Horrorunfall“

Kreiszeitung Syke

Syke - WEYHE (hen) · „So einen Unfall haben wir noch nie erlebt !“ Axel Meyer, Pressesprecher der Feuerwehr Weyhe, fand kaum Worte zu den Bildern und Ereignissen, die Rettungskräfte in der Nacht zu gestern nach einem „Horrorunfall“ in Kirchweyhe erlebt hatten: Drei junge Menschen starben, nachdem ein mit sechs Personen überbesetzter Audi an einem Baum buchstäblich zerschellte – und das in einer Zone, in der Tempo 30  gefordert ist.

Drei weitere Insassen erlitten schwerste Verletzungen, in einem Fall besteht Lebensgefahr, so die Polizei.

Um 0.22 Uhr hatte die Feuerwehr-Einsatz- und Rettungsleitstelle Diepholz die Ortsfeuerwehr Leeste alarmiert und in die Straße „Kleine Heide“ in Kirchweyhe geschickt. Zeitgleich rückte auch die Ortswehr Kirchweyhe aus. Am Unfallort stellten die Einsatzkräfte fest, dass vier Personen im völlig zerrissenen Wagen eingeklemmt waren, zwei lagen außerhalb des Fahrzeugs. Ein verstärktes Aufgebot an Rettungskräften war unbedingt erforderlich, deshalb trafen wenig später auch die Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) aus Leeste und Bremen-Süd, vier Rettungswagen aus Leeste, Bassum und Achim ein, außerdem auch drei Notfallseelsorger, die sich am Rande des Trümmelfeldes um die Angehörigen und Freunde der Opfer kümmerten.

Schnell stand fest, dass drei Fahrzeug-Insassen – ein 16- und ein 21-jähriger Mann sowie eine 21-jährige Frau – nicht mehr lebten. Der Fahrer des Audi, ein 26-Jähriger, ringt mit dem Tod, wobei ihm Mediziner kaum Überlebenschancen einräumen. Die beiden schwer verletzten Mitfahrerinnen (beide 16 Jahre) kamen in eine Klinik und befanden sich gestern Abend nicht mehr in akuter Lebensgefahr, wie Polizei-Pressesprecher Thomas Gissing mitteilte.

Zum Hergang des Unfalls vermutet die Polizei, dass die sechs jungen Menschen auf dem Weg zu einer Disco gewesen waren. Warum der Audi so schnell war, ist unklar. Jedenfalls blieb die Tachonadel nach dem Aufprall bei etwa 130 km /h stehen.

Anwohnern, die den Knall gehört hatten und auf die Straße geeilt waren, bot sich ein Bild des Grauens: Die Front des Wagens war zerfetzt und bis zu den Vordersitzen gestaucht, Motor und andere Teile des Audi lagen bis zu 100 Meter verstreut. Die Opfer hätten im Wrack „kopfüber ineinander gehangen“, weil sie allesamt offenbar während dieser Fahrt nicht angeschnallt gewesen waren.

Sofort starben der Beifahrer und eine Frau, die er auf seinem Schoß gehabt haben muss, sowie eine der drei Personen auf der Rückbank.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten leuchteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Unfallstelle für die polizeilichen Ermittlungen und Bergungsarbeiten aus. Um 4.30 Uhr beendeten die Feuerwehrleute ihren Einsatz, den sie so schnell nicht verarbeiten dürften: „Wir nehmen wohl auch einen Notfallseelsorger zur Nachbearbeitung in Anspruch“, hatte Pressesprecher Axel Meyer noch am Unfallort erklärt.

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