Ausstellung „Pink City“ im Syker Vorwerk noch bis 6. Dezember zu sehen

Dioden-Klo und Plüsch-Bett

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Sophia Kastens und Sofie Gußmann (r.) vor einem Teil der „Pink City“ im Syker Vorwerk. ·

Syke - Von Katrin PliszkaWer wohnt neben wem? Lieber ein Plüsch-Bett oder eine schmucke Dach-Terrasse mit Außen-Pool? Die Auswahl an Behausungen im Stadt- und Wohnprojekt der „Pink City“ ist enorm. Das zeigten am Donnerstagabend die Mädchen vom „Girls Star Club“, einer Gruppe des Mädchen Kulturhauses Zebra Orange. Die jungen Künstlerinnen präsentieren dort ihre persönlichen Traumwohnungen noch bis 6. Dezember.

„Wir würden das sofort wieder machen“, lautet die einhellige Meinung von Sofie Gußmann aus Syke und Sophia Kastens aus Jeebel. Die beiden Zwölfjährigen blicken sichtlich begeistert zurück auf die Entstehungszeit der „Pink City“.

Insgesamt 15 Mädchen hatten sich in den Sommerferien 2011 im Rahmen des „Girls Star Club“ mit dem Projekt beschäftigt. Unter der Anleitung von Simone Wörmann, Mädchenarbeiterin bei Zebra Orange, und der Bremer Küstlerin Elianna Renner entstanden aus Geistesblitzen, Gedanken und Ideen kleine Wohnträume in Schuhkartons. In drei Hochhäusern haben Sofie Gußmann, Sophia Kastens und ihre Mitstreiterinnen sie gebündelt und daraus die „Pink City“ erbaut.

Da leuchten Abflussrohre aus grünen, gelben und rosa Strohhalmen neben Treppen aus Glitzer-Papier und Sand. Eine andere Etage wirkt wie ein Indoor-Garten mit Rasen, Blumen und Hunden. Nebenan ein eher klassisch gehaltenes Refugium mit Bett, Schreibtisch und Teppich.

Die Südseite ziert der Karton von Sofie Gußmann. Sie hat ein Badezimmer eingerichtet. Das Klo weist den Weg mit einem Blink-Licht. „Das habe ich selbst reingebaut“, erzählt die Zwölfjährige stolz: „Sogar die Drähte haben wir selbst gelötet.“ Später aber hätte die Arbeit mit dem Lötkolben gut geklappt. Komplett wird Sofie Gußmanns Kreation mit einem Miniatur-Leuchtturm, der einen Hauch von Meer in die Wohnung bringt.

„Wir haben jeden Tag gebastelt“, erzählt die junge Sykerin. Ausflüge und andere Aktivitäten hätten das Ferien-Projekt abgerundet.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Fantasie der Mädchen begeistert auch Nicole Giese, die das Projekt bei der Vernissage vorstellt. „Pink City“ werde auch die Stadt Jaipur genannt, so Giese. Die Häuserfassaden in Jaipur seien anlässlich des Besuches von Prinz Albert im Jahre 1853 rosa gestrichen worden. Bis heute symbolisiere die Farbe Gastlichkeit, sagt die Kuratorin. Dieses einladende Element spiegelt sich Giese zufolge in dem Werk der Mädchen wieder. Weitere Infos zum Vorwerk und der Ausstellung im Internet unter http://www.syker-vorwerk.de

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