Mit Millionenaufwand abgedichtet

Diepholzer Grüne auf der Deponie

Aschen - Zur Besichtigung der nun abgeschlossenen Sanierung der früheren Restmülldeponie in Aschen trafen sich Mitglieder der Grünen in Diepholz mit dem Geschäftsführer der kreiseigenen AbfallWirtschaftsGesellschaft (AWG), Andreas Nieweler, vor Ort auf dem ehemaligen Deponiegelände am jetzigen Wertstoffhof.

Erich Ritschl vom Fachdienst Umwelt und Straße der Kreisverwaltung stand ebenfalls für Informationen zur Verfügung.

Als Anfang der 80er Jahre die bis dahin wenig geordnete Abfallentsorgung modernisiert werden sollte, kritisierten die Grünen den neuen Standort in der ausgebeuteten Sandgrube, weil der Schutz des Grundwassers nicht gesichert sei. Nach der Aufgabe des Sandabbaus sei außerdem ein ökologisch wertvolles Gelände mit reichhaltig belebten Kleingewässern entstanden, das die Grünen lieber erhalten hätten. Die Diep holzer Altgrünen Andreas Pawelzik und Hajo Wittich beteiligten sich damals daran, bedrohte Tiere umzusiedeln. Wittich stellte als Kreistagsmitglied den Antrag, die Deponiesohle zum Schutz des Grundwassers abzudichten. Dies wurde von der Mehrheit abgelehnt.

Dieses ist der AWG nun teuer zu stehen gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Mit Millionenaufwand wurde die Restmülldeponie im vergangenen Jahr aufwändig mit einer Abdichtung überzogen, damit kein Regenwasser mehr eindringen kann, das im Müll enthaltene und durch chemische Reaktionen neu entstehende Giftstoffe ins Grundwasser spülen könnte (wir berichteten). „Eine solche nachträgliche Abdichtung ist nach der Deponieverordnung des Bundes für alle Altdeponien erforderlich und verbindlich vorgeschrieben“, so AWG-Chef Nieweler. Er erklärte den genauen Aufbau der Abdichtung, die auch ein Auffangen des nur noch minimal auftretenden Deponiegases ermöglicht.

Im nahen und weiteren Umfeld der Deponie sind bereits vor vielen Jahren Messbrunnen eingerichtet worden, aus denen regelmäßig Wasserproben entnommen werden, die Aufschluss über Verunreinigungen geben sollen. Wie Erich Ritschl bestätigte, fänden sich darin „deponietypische“ Substanzen, allerdings in geringer Konzentration.

Die Grünen räumen ein, dass die nun getroffenen Vorkehrungen einem guten Standard entsprechen.

AWG und Kreisverwaltung sagten zu, dass die Messergebnisse der Beobachtungsbrunnen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen würden.

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