Neubauten und „Repowering“ vorgesehen

Zwölf neue Windkraftanlagen im Diepholzer Süden

Im Süden der Stadt Diepholz sollen zwölf neue Windenergieranlagen entstehen. Teils ersetzen sie die schon vorhandenen im Zuge des „Repowerings“. foto: Jansen (Archiv)
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Im Süden der Stadt Diepholz sollen zwölf neue Windenergieranlagen entstehen. Teils ersetzen sie die schon vorhandenen im Zuge des „Repowerings“.

Diepholz – Die Firma Westwind Projektierungs GmbH & Co. KG möchte im Diepholzer Bruch zwölf Windenergieanlagen (WEA) mit einer Nennleistung von bis zu sieben Megawatt errichten und hat beim Landkreis Diepholz einen entsprechenden Vorbescheid zur Genehmigung beantragt. Für diesen Antrag muss die Stadt Diepholz das „gemeindliche Einvernehmen“ erteilen.

Nicht alle der zwölf im Süden der Stadt geplanten Anlagen sind ganz neu. Fünf bestehende „Windräder“ sollen zurückgebaut und im Rahmen eines sogenannten „Repowerings“ durch neue ersetzt werden.

Aus den auf der Internetseite der Stadt Diepholz (stadt-diepholz.de) im Bereich „Bürger-Infoportal“ einsehbaren Unterlagen für die politische Beratung geht hervor, dass „Westwind“ fünf Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von bis zu 135 Metern und einem Rotordurchmesser von bis zu 140 Meter plant. Eine Anlage hat eine Nabenhöhe von bis zu 125 Metern und einen Rotordurchmesser von bis zu 165 Meter. Drei der WEA haben eine Nabenhöhe von bis zu 140 Metern und einen Rotordurchmesser von bis zu 170 Metern. Die drei höchsten Windenergieanlagen sind bis zu 167 Meter (Nabenhöhe) groß und haben einen Rotordurchmesser von bis zu 170 Metern.

Die beantragten Windenergieanlagen liegen im Außenbereich der Stadt. Daher wird über die Zulässigkeit gemäß Baugesetzbuch im immissionsschutzrechtlichen Verfahren vom Landkreis Diepholz entschieden – im Einvernehmen mit der Stadt Diepholz. Die Gemeinde hat über ein Ersuchen innerhalb von zwei Monaten zu befinden und zur planungsrechtlichen Zulässigkeit zu entscheiden.

Laut Baugesetzbuch gilt das Einvernehmen als erteilt, wenn es nicht binnen zwei Monate nach Eingang des Ersuchens der Genehmigungsbehörde verweigert wird. Der Antrag stammt vom 1. April.

Der Landkreis empfiehlt der Stadt Diepholz, dem Bau der neuen Windkraftanlagen zuzustimmen, denn die Standorte dieser „Windräder“ liegen alle in dem Bereich, den die Stadt für Windkraft vorgesehen hat.

Windenergie nicht überall

„Die Stadt Diepholz muss und will Windkraft ermöglichen“, sagte der Diepholzer Bürgermeister Florian Marré bei der Ratssitzung im vergangenen November, in der die Politiker für die entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplanes stimmten.

Damit die Anlagen in bestimmten Bereichen der Stadt konzentriert werden und nicht auch auf anderen Flächen genehmigt werden müssen, war die die Änderung – beziehungsweise die „Ausweisung des Teilflächennutzungsplanes“ erforderlich. Diepholz leiste mit der „verantwortungsvollen Entscheidung“ einen Beitrag zur Energiewende, so Bürgermeister Marré in der Sitzung. Er sah auch, dass die Ausweisung der Gebiete nicht für alle Bürger schön sei.

Um die Anlagen in einem Bereich zu konzentrieren und nicht auch woanders im Stadtgebiet im zulassen zu müssen, hatte der Rat einstimmig den Flächennutzungsplan im November geändert (wir berichteten).

Die Änderung war am 1. Dezember 2020 in in Kraft getreten.

Durch diese Flächennutzungsplanänderung hat die Stadt drei Konzentrationszonen für Windenenergieanlagen in Diepholz ausgewiesen: Der Teilbereich umfasst den bestehenden Windpark Sankt Hülfer Bruch mit neuen angegliederten zusätzlichen Erweiterungszonen. Die Teilbereiche zwei und drei des Windkraft-Gebietes bezeichnen neue Konzentrationszonen östlich und westlich der Lohne ebenfalls im Süden von Diepholz.

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