Möldersstraße und Willenberg nördlich Postdamm

Zwei Diepholzer Straßen neu gestaltet

Die Möldersstraße in Diepholz soll saniert und neu gestaltet werden - ebenso die Straße Willenberg zwischen Postdamm und Einmündung Lüderstraße.
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Die Möldersstraße in Diepholz soll saniert und neu gestaltet werden - ebenso die Straße Willenberg zwischen Postdamm und Einmündung Lüderstraße.

Diepholz – Die Neugestaltung der Moorstraße läuft. Nun sollen auch zwei andere Straßen in dem Diepholzer Gebiet ein neues Aussehen und eine neue Kanalisation bekommen: die ganze Möldersstraße und die Straße Willenberg im Abschnitt nördlich des Postdamms (zwischen den Einmündungen Postdamm und Lüderstraße).

Insgesamt rund 2,3 Millionen Euro soll der Umbau der beiden Straßen kosten. Dafür bekommt die Stadt Diepholz Zuschüsse aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“, in das das Quartier rund um die Moorstraße (Willenberg/Lüderstraße) schon 2008 aufgenommen wurde. Im zweiten Halbjahr 2022 soll mit der Möldersstraße begonnen werden. Die Ausschreibung und der Ausbau des Willenbergs (nördlich Postdamm) sollen im Anschluss erfolgen.

Vorschlag der Verwaltung im Ausschuss

So lautet der Vorschlag der Stadtverwaltung. Mit diesem beschäftigen sich die Politiker des städtischen Ausschusses für Ordnung, Marktwesen, Straßen und Verkehr öffentlich am Mittwoch, 2. Juni, ab 16 Uhr (parallel online und unter Corona-Bedingungen im Rathaus). Beschlossen ist das also noch nicht.

Die Straßenausbauten „Möldersstraße“ und „Willenberg nördlich Postdamm“ sollen parallel geplant, aber nacheinander ausgebaut werden. Der Vorteil einer Parallelplanung: Die Straßenzüge werden einheitlich gestaltet – ähnlich wie die Moorstraße – und die Ausbauarbeiten können ineinandergreifen, Schmutz- und Regenwasserkanalisation können abgestimmt werden.

Schmutzwasserkanal undicht

Laut der auf der Internetseite www.stadt-diepholz.de öffentlich zugänglichen Sitzungsunterlagen soll die Möldersstraße mit der Ausbaumaßnahme grundlegend saniert werden. Die asphaltierte Fahrbahn und die Gehwege sowie die Entwässerungsrinnen und Straßeneinläufe zur Aufnahme des Oberflächenwassers seien nicht mehr in gutem Zustand. Das Kanalnetz (Regenwasser und Schmutzwasser) ist laut Stadtverwaltung ebenfalls abgängig und kann mit reinen Unterhaltungsmaßnahmen dauerhaft nicht mehr funktionsgerecht betrieben werden. „Eine TV-Befahrung des Schmutzwasserkanals ergab, dass der Kanal Undichtigkeiten und starke Ablagerungen aufweist und somit erneuert werden muss“, so die Verwaltung. Der Regenwasserkanal muss den veränderten klimatischen Bedingungen, durch die öfter als früher Starkregen auftritt, angepasst werden. Im Zuge der Kanalbauarbeiten soll der Straßenraum neu gegliedert werden. Das soll vor allem die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen.

Der Ausbau der Möldersstraße soll über die gesamte Länge von 275 Meter in Pflasterbauweise erfolgen. Neben der in grau gestalteten Fahrbahn sind für die Kreuzungsbereiche zu Moorstraße und Willenberg runde, anthrazitfarbene „Aufmerksamkeitsfelder“ zur Verkehrsberuhigung vorgesehen. Entlang der Fahrbahn ist an der südlichen Straßenseite ein einseitiger rötlich gestalteter und etwa 1,90 Meter breiter Gehweg geplant.

Werner Mölders

Die Möldersstraße in Diepholz ist nach Werner Mölders benannt, einem Offizier und Jagdflieger der deutschen Luftwaffe während der NS-Zeit. Der 1913 in Gelsenkirchen geborene Mölders, der 1941 in Wroclwa/Polen bei einen Unfall als Flugpassagier starb, flog Einsätze im Spanischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg. Er war einer der höchstdekorierten Luftwaffensoldaten. ej

Durch den geringen Straßenquerschnitt haben sich die Planer bewusst anstelle von beidseitigen zu schmalen Gehwegen für einen ausreichend breiten Gehweg auf der südlichen Straßenseite entschieden. Im Bereich der nördlichen Fahrbahnseite sollen Autos parken können. Auf der Höhe der Zuwegung zum Spielgelände „Regenbogenland“ soll eine neue Querungsmöglichkeit beziehungsweise Fahrbahnverengungen entstehen. Diese Fahrbahn-Querungsstelle soll um vier Zentimeter leicht erhöht, farblich (anthrazit) abgesetzt und mit Pollern ausgestattet werden.

„Aufmerksamkeitsfeld“ an der Kreuzung

Auch der Willenberg nördlich Postdamm (zwischen Lüderstraße und Postdamm) wird mit der Ausbaumaßnahme grundlegend erneuert. „Die gepflasterte Fahrbahndecke und die Gehwege sowie die Entwässerungsrinnen und Straßeneinläufe zur Oberflächenwasseraufnahme sind in vielen Bereichen stark sanierungsbedürftig“, so die Stadtverwaltung. Das Kanalnetz (Regenwasser und Schmutzwasser) ist ebenfalls abgängig. Der Zustand der Leitungen ist ähnlich wie an der Möldersstraße.

Willenberg auch in Pflasterbauweise

Die Straße Willenberg soll zwischen Postdamm und Lüderstraße auf einer Länge von 465 Metern ausgebaut werden – ebenfalls in Pflasterbauweise. Neben der in grau gestalteten Fahrbahn und den in rötlich abgesetzten Gehwegen sollen etwa 25 farblich abgesetzte Längsparkplätze (anthrazit) im Seitenraum entstehen.

Zusätzlich werden drei neue Querungsmöglichkeiten beziehungsweise Fahrbahnverengungen gebaut. Diese werden geschaffen, um Fußgängern die Straßenquerung zu erleichtern und um den Autoverkehr abzubremsen, wodurch die Verkehrssicherheit für den Personenverkehr zunimmt. Die leicht erhöhten Querungsstellen sollen an vier Stellen entstehen: Höhe „Regenbogenland“, Eingang Müntepark, vor dem Haus Nummer 92 sowie als kreisförmiges ebenfalls farblich abgesetztes „Aufmerksamkeitsfeld“ im Kreuzungsbereich Möldersstraße.

Zuschussprogramm

Für die Neugestaltung und Sanierung der Möldersstraße und der Straße Willenberg zwischen Postdamm und Lüderstraße bekommt die Stadt Diepholz Zuschüsse aus dem Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die soziale Stadt“. Damit unterstützt der Bund seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Das Gebiet „Willenberg / Lüderstraße“ wurde 2008 in dieses Programm aufgenommen, das seit einiger Zeit „Sozialer Zusammenhalt“ heißt. Ziel ist es vor allem, das Leben in dem Quartier und die Motivation der Bewohner zu stärken sowie den sozialen Zusammenhalt zu fördern, insbesondere durch eine Verbesserung der physischen Wohn- und Lebensbedingungen. (Quelle: Stadt Diepholz)

Stadt Diepholz muss Hälfte der Kosten tragen

Die Stadt muss gut die Hälfte der Baukosten selbst tragen. Für die Möldersstraße sind das etwa 444 000 Euro, für den Willenberg (nördlich Postdamm) rund 744 000 Euro. Zur Beteiligung der Anwohner an den Kosten erklärte die Stadt Diepholz: „Die Straßenausbauten im Sanierungsgebiet „,Sozialer Zusammenhalt’ werden durch Städtebaufördermittel von Bund und Land gefördert und des Weiteren durch einen nennenswerten finanziellen Eigenanteil der Stadt finanziert. Für Straßen im Sanierungsgebiet kommt eine Kostenbeteiligung der Grundstückseigentümer hinzu, die nicht – wie sonst üblich – über Beiträge, sondern nach Abschluss des gesamten Sanierungsverfahrens über sogenannte Ausgleichsbeiträge der Grundstückseigentümer erfolgt.“

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