Zwei Flächen besonders geeignet

Windkraftanlagen: Planerin empfiehlt Bereiche im Diepholzer Süden

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Für Windkraft sollen in Diepholz weitere Flächen ausgewiesen werden.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. In der Stadt Diepholz sollen gezielt weitere Flächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden, um „Wildwuchs“ solcher Anlagen zu vermeiden. Einstimmig sprach sich der städtische Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt am frühen Mittwochabend dafür aus, die frühzeitige Bürgerbeteiligung zur entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplanes einzuleiten.

Derzeit gibt es in Diepholz 13 Windkraftanlagen. Planerin Dr. Ulrike Schneider (Planungsbüro P3, Oldenburg) erläuterte, dass maximal 1 722 Hektar (16,5 Prozent) der städtischen Fläche für Windkraft infrage käme. Nach Anwendung von Kriterien wie 1 000 Meter Abstand zu Wohnbau-Entwicklungsflächen, 500 Meter zu allen Wohnhäusern und 300 Meter zu Gewerbeflächen sowie Berücksichtigung von Naturschutzflächen blieben schließlich neun Bereiche übrig. 

Diese liegen (wie berichtet) im Süden von Diepholz und haben eine Gesamtfläche von 367 Hektar. Diese neun „Prüfräume“ hatte Dr. Schneider detailliert bewertet - unter Aspekten wie beispielsweise Größe, Natur-, Landschafts- und Artenschutz, Wasser sowie Tourismus/Kultur.

Nach ihrer im Ausschuss vorgestellten Bewertung sind zwei der neun Bereiche für Windkraft besonders geeignet und würden in ihrer Gesamtgröße auch genügen.

Das sind eine Ausweitung des bestehenden Windparks im Sankt Hülfer Bruch, in dem bereits fünf Anlagen stehen und wo weitere fünf erreichtet werden könnten, sowie eine Fläche weiter westlich an der südlichen Stadtgrenze, wo Platz für vier Windkraftanlagen wäre.

Die Stadt hatte das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung des Ausschusses gesetzt, da die Diepholzer Politiker schnell einen Beschluss fassen müssen. Denn bereits am 15. März müssen danach avifaunistische Untersuchungen (Erfassung vorkommender Vogelarten) beginnen. Würde der Termin verpasst, verschöbe sich die Planung um ein Jahr. Da im Herbst die jetzige Veränderungssperre auslaufen würde, könnten Landwirte dann ihre baurechtliche Privilegierung nutzen und auf ihren Flächen Windkraftanlagen bauen - ohne Steuerungsmöglichkeiten der Stadt. Und das soll ja gerade vermieden werden.

Die Naturschutz-Gutachten, die bei einem vorangegangenen Planverfahren schon gemacht wurden, sind inzwischen verjährt. Sie waren nur vier Jahre gültig. Inzwischen gibt es zudem neue Urteile und Steuerkriterien.

Die Stadt Diepholz hat im Internet Unterlagen zum neuen Teilflächennutzungsplan Windenergie veröffentlicht. Zu finden sind diese auf der Seite www.stadt-diepholz.de. Dann den Suchbegriff „Windenergie“ eingeben. Informationen sind unter anderem in der Rubrik „Entwurf Grundkonzept Windenergie 83. Änderung (08.10. 2018)“ zu finden.

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