Zuverlässigkeit statt Spielereien

„Racing Team“ der PHWT stellt Boliden vor

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Der Rennwagen der PHWT aus der Saison 2017 wird auf dem Gelände der Hochschule den Sponsoren vorgeführt, um ein Verständnis für das Projekt der Studierenden zu wecken und zu zeigen, was sie im vergangenen Jahr bereits geschafft haben. 2018 sollen diverse Verbesserungen erfolgen, um mit dem Boliden bei den Events starten zu dürfen.

Diepholz - Von Louisa Manholt. Das „Racing Team“ der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Diepholz ist in ein neues Jahr des internationalen Konstruktionswettbewerbs für Rennwagen Formula Student gestartet.

Um Sponsoren zu finden, stellten sie nun ihr Projekt vor und ließen den Wagen aus der Saison 2017 ein paar Runden vor dem Gelände des Zentrums für Mechatronik und Elektrotechnik fahren, um den möglichen Sponsoring-Partnern ihre Arbeit zu demonstrieren. Die Sponsoren stellen neben finanziellen Mitteln auch technische Teile, Software und Know-how zur Verfügung.

48 Studenten der Hochschule aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen bilden zusammen das „Racing Team“ des Deefholt Dynamics Vereins und arbeiten zusammen, um einen fahrbaren Rennwagen zu bauen. Wie in den vergangenen zwei Jahren soll der Bolide ein Elektroauto werden. „Dort sehen wir und auch die Sponsoren die Zukunft“, begründete Gesamt-Teamleiter Tilo Hagen diese Entscheidung. 

Auch ein Ziel haben er und sein Team festgesetzt: Einen Wagen konstruieren, der auch bei den Events mitfahren darf. 22017 gab es diesbezüglich Probleme bei der technischen Inspektion, die es in dieser Saison zu beheben gilt.

Kenntnisse aus den Vorjahren genutzt

Dabei nutzen die jungen Erwachsenen die Erkenntnisse, die die Teams aus den Vorjahren gewonnen haben. So möchte man den Fokus mehr auf Zuverlässigkeit legen, statt auf technische Spielereien, die am Ende eventuell ausfallen könnten.

Der neue Rennwagen 2018 soll im Gegensatz zu seinem Vorgänger Diffusor, Front- und Heckflügel besitzen, damit eine bessere Aerodynamik gewährleistet wird. Ferner soll die Karosserie schmaler gestaltet werden. Beim Gewicht wird abgespeckt: Durch leichtere und leistungsfähigere Akkus sollen bis zu 40 Kilogramm eingespart werden. Auch eine schnellere Austauschmöglichkeit der Elektronik wird angestrebt.

Die erste Hürde für den Boliden stellt das ZF Race Camp im Mai dar, bei dem das Auto bereits fahrtüchtig sein muss. Eine knappe Angelegenheit, da die Studierenden während ihres Dualen Studiums nicht immer Zeit für das Projekt haben, sondern auch im Ausbildungsbetrieb arbeiten müssen.

Wettbewerb mit neun Disziplinen

Ebenfalls problematisch war im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit, da die Gruppe für die Elektro-Teile des Wagens in Oldenburg arbeitete und der Rest in Diepholz. In diesem Jahr sind alle Kleingruppen am Standort Diepholz versammelt, wodurch sich das Team eine flüssigere Zusammenarbeit erhofft.

Da es sich bei der Formula Student um einen Konstruktionswettbewerb handelt, wird am Ende nicht nur ein Rennen gewertet. Insgesamt gibt es neun Disziplinen: neben fünf dynamischen auch drei statische, bei denen unter anderem um ökonomische Gesichtspunkte geht. Da der Punkteschwerpunkt aber bei einem Langstreckentest liegen wird, setzen die Studenten auch hier den Fokus. Wenn alles wie geplant verläuft, wird Deefholt Dynamics dann an den Formula Student Rennen in Assen in den Niederlanden und am Hockenheimring in Deutschland antreten.

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