Zupackend: Inge Rostek aus Schobrink hilft Menschen in Ostafrika / Schulmaterialien und Tee

„Jeder Bleistift zählt!“

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Beim Oldtimer-Treffen auf dem Gelände des Heimatmuseums in Aschen hat Inge Rostek ein Heimspiel. Sie ist hier nicht nur für das Projekt „Lutindi“ aktiv, sondern unterstützt auch den Heimatverein tatkräftig bei dessen Unternehmungen – ganz zur Freude von (v.l.) Hans Mehrholz, Helmar Höft und Willi Hardel.

Schobrink - Von Reinhold Dufner. Sie ist zupackend, hilfsbereit und heimatverbunden. Sie liebt die Geselligkeit. Ihr Humor ist ansteckend. Wo sie aufkreuzt, hat Trübsal nichts zu lachen. Sie kann aber auch, wenn es erforderlich ist, resolut sein. Sie engagiert sich vielfältig ehrenamtlich – lokal, wie überregional, was auch schon von der Stadt Diepholz gewürdigt wurde.

Und irgendwie ist Inge Rostek aus Schobrink in ihren wechselnden Outfits mit Strohhut, Kittelschürze, Stola, Holzschuhen und Socken aus Schafwolle oder mit Nikolaus- beziehungsweise Weihnachtsmütze auch ein liebenswertes Aschener Original. Auch als sich Aschen bei „Unser Dorf hat Zukunft“ präsentierte, zog die 64-Jährige die Blicke auf sich.

Inge Rostek ist, so sie gerufen wird, bei der Wohnungslosen-Beratungsstelle „Die Arche“ ebenso zur Stelle wie bei der Blau-Kreuz-Gruppe Drebber oder beim Heimatverein Aschen. „Sie unterstützt uns in allen Bereichen“, lobt Heimatvereins-Vorsitzender Werner Schneider ihr Engagement, obwohl sie in dem Verein gar keine Funktion hat. Sie sammelt alte Zeitungsausschnitte über den Ortsteil Aschen und stellt sie dem Verein zur Verfügung. Das gilt auch für Exponate, die sie für Museums-würdig hält und bei Haushaltsauflösungen ergattert.

Ein Projekt liegt Inge Rostek aber ganz besonders am Herzen. Mit dem Verkauf von Tee unterstützt sie in Lutindi in Tansania sowohl Frauen, die auf einer Teeplantage arbeiten, als auch ein Krankenhaus. Außerdem sammelt sie Schulmaterialien für Kinder in dem ostafrikanischen Land. Die Kinder benötigten für den Schulbesuch aber auch Koffer, Bettlaken, Handtuch und Zahnbürste.

Das Lutindi Mental Hospital wurde 1886 von deutschen Missionaren der von Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel als Heim für freigelassene Sklavenkinder gegründet. Etwa 1906 wurde Lutindi das erste Krankenhaus für psychische Erkrankungen in Ostafrika. Seit den 60er Jahren hat die Nordostdiözese der ev.-luth. Kirche von Tansania die Verantwortung für das Krankenhaus in den Usambarabergen übernommen.

Einem Flugblatt, das Inge Rostek bei ihren Einsätzen verteilt, ist unter anderem zu entnehmen, dass die Zahl der stationären Neuaufnahmen von 98 im Jahr 1995 auf 574 im Jahr 2013 stieg.

Die Klinik kann sich zum Teil selbst finanzieren, ist aber auch auf Spenden angewiesen. Zum Lutindi Mental Hospital gehören neben einer Farm, Wald und einem großen Garten auch etwa fünf Hektar Teefelder. Der Tee wird von Frauen aus den umliegenden Dörfern gepflückt. Sie finden damit Arbeit und Lohn. Inge Rostek, die sich seit Jahren für dieses Projekt einsetzt, bietet verschiedene Teesorten bei unterschiedlichen Anlässen – wie bei Weihnachtsmärkten – an.

Nähere Informationen über Hilfsmöglichkeiten für Tansania sind bei Inge Rostek unter Tel. 05441/4912 zu bekommen.

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