Schulwald des Diepholzer Gymnasiums GFS entsteht an der Hunte in der Nähe der B 69

Ziel: Gelände mit dem Boot erreichen

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Der neue Schulwald der Graf-Friedrich-Schule entsteht direkt an der Hunte (im Bild oben links). Schüler und Lehrer wollen später dieses Gelände von der GFS (im Bild unten rechts) per Boot erreichen können. Dazu sind zwei Stege an der Hunte geplant.

Diepholz - Das Wetterglück, das den Mitgliedern der GFS Schulgemeinschaft bereits an den beiden letzten Schultagen vor den Osterferien gewogen war, ließ sie auch nach den Ferien nicht im Stich: An drei Tagen begleitete Sonnenschein das große gemeinsame Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) und der Stiftung „Zukunft Wald”.

An fünf Pflanztagen begaben sich die Schüler mit ihren Lehrern in jeweils drei Blöcken à zwei bis drei Klassen auf den Fußweg vom Schulzentrum an der Hunte entlang in Richtung Falkenhardt. Ziel war das etwa zwei Hektar große Gelände, das im Rahmen einer Ausgleichmaßnahme von der Flächenagentur des Städtequartetts Damme-Diepholz-Lohne-Vechta für das Projekt zur Verfügung gestellt worden war (wir berichteten). Es liegt nicht nur direkt an der B 69, so dass auf jeder Fahrt von Diepholz in Richtung Vechta (beziehungsweise umgekehrtt) umgekehrt das Wachsen der Schulwald-Bäume verfolgt werden kann, sondern es liegt auch direkt an der Hunte. Da die Hunte weiter flussaufwärts am Schulzentrum vorbeifließt, hoffen die Organisatoren auf den Bau von zwei Stegen, damit die Schüler in nicht allzu ferner Zukunft von ihrer Schule zu ihrem Schulwald und zurück paddeln können, heißt es in einer Pressemitteilung der GFS zum Schulwald-Projekt.

Doch zunächst ging es darum, knapp 5 000 Setzlinge zu pflanzen. Unter Anleitung des Försters Horst Wieting vom Waldpädagogikzentrum Ahlhorn, der auch den Bodenverhältnissen angemessene Baumarten ausgewählt und einen Verteilungsplan erstellt hatte, war im Vorfeld auf dem Gelände ein „Schilderwald” entstanden. Um jeden der Schildpflöcke, die den Namen der Baumart und einen kurzen Steckbrief tragen, wurden in einem Durchmesser von etwa zwei Metern 25 Bäume gepflanzt. Auf Nachfragen, warum die Bäume so eng gepflanzt würden, erwiderten die Experten, man ahme hier den natürlichen Verjüngungsprozess in der Natur nach; so gäben sich die Setzlinge zum einen gegenseitig Schutz, zum anderen stünden sie aber auch unter natürlichem Konkurrenzdruck.

Als Experten waren drei Förster und Waldpädagogen vor Ort, die das Projekt begleiteten. Franz Hüsing, Direktor der Stiftung „Zukunft Wald” (www.zukunft-wald.de) und Stellvertretender Vorsitzender des Natur-Netzes Niedersachsen (www.natur-netz-niedersachsen.de), ließ es sich nicht nehmen, selbst an vier Tagen auf dem Gelände zu sein, mit seinen Kollegen den Schülern Sachinformationen zu geben und die Vorgehensweise beim Pflanzen zu erklären.

Beteiligt waren die Klassen der Jahrgänge fünf bis zehn der Graf-Friedrich-Schule, der Jahrgang fünf der Realschule sowie 20 Schüler mit ihren begleitenden Lehrern aus der französischen Partnerstadt Thouars. Insgesamt haben an fünf Tagen etwa 1 000 Schüler knapp 5 000 Bäume gepflanzt. Am letzten Tag waren Vertreter der Agenda 21 Diepholz als Ehrengäste mit von der Partie.

Die Förster zeigten sich im Anschluss beeindruckt von der Offenheit und der positiven Stimmung, mit der die Schule auf so breiter Ebene diese erste Pflanzrunde unterstützt habe, sei es von seiten der Schüler, der Lehrer, der Schulleitung, des Hausmeisters, des Schulassistenten oder der Eltern. Letztere sorgten mit Beiträgen zu einem gesunden Frühstück, das in der Mensa der GFS stattfand, für das leibliche Wohl der jungen Pflanzer.

Für alle dürfte die Teilnahme an diesem Projekt ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein, so die GFS-Mitteilung. Die fröhlichen Fotos, die in diesen Tagen entstanden, werden auf zwei Monitoren in der Pausenhalle der GFS gezeigt. Bildcollagen von den einzelnen Pflanztagen sind an einer Stellwand im Eingangsbereich der Schule oder im Internet unter www.gfs-umweltausschuss.de zu sehen.

Das Projekt „GFS-Schulwald“ ist nach dieser ersten Pflanzrunde keineswegs abgeschlossen. Im Herbst folgt eine zweite Runde. Geplant ist, einen Teil eines alten Huntearms zu renaturieren und in Ufernähe einen Auenwald zu pflanzen Und es sollen die zwei Stege für den Bootsverkehr von und zum Schulwald gebaut werden.

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