Neuer Sendemast für Diepholz

Bahn will besseres Internet für Reisende 

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An der Bahnstrecke im Süden von Diepholz will die Bahn einen Sendemast erreichten, um das Wlan in den Zügen zu verbessern beziehungsweise auszubauen. Wo genau der Standort sein wird, das wurde im Ausschuss nicht bekannt. 

Diepholz - Die Deutsche Bahn will die Wlan-Verbindung in ihren Zügen ausbauen und stärken. Diepholz soll deshalb einen Sendemast an der Strecke bekommen.

Wo genau der etwa 50 Meter hohe Mast an der Bahnstrecke im Süden von Diepholz aufgestellt werden soll, ist jedoch nicht bekannt. Darüber informierte Stefanie Becker, Leiterin des Fachdienstes Bauen, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt. Die Anlage sei im Außenbereich privilegiert, hieß es.

Die Grünen hatten das Thema in Form eines Dringlichkeitsantrages auf die Tagesordnung des Ausschusses gebracht. „Wir wollen vermeiden, dass willkürlich Mobilfunkmasten gebaut werden“, sagte Ausschussmitglied Veysi Savga für die Grünen, „und vor allem nicht ohne Bürgerbeteiligung.“

Unter anderem hatten sie gefordert, einen „Bebauungsplan Mobilfunkmasten“ in der Stadt Diepholz aufzustellen, zudem möge die Verwaltung prüfen, ob solche Sendeanlagen auch an Windkraftanlagen montiert werden können.

Becker: Die Aufstellung ist ein reiner Verwaltungsakt

„Die wären zu weit von der Bahnstrecke entfernt“, antwortete Becker. Die Aufstellung eines eigenen Bebauungsplans sei aus fachlicher Sicht nicht zu empfehlen.

Dabei handele es sich um ein ganz normales Baugenehmigungsverfahren, das von der Stadt als Bauaufsichtsbehörde zu prüfen sei, erklärte die Fachdienstleiterin. „Ein reines Verwaltungsverfahren.“ Also kein Fall für die politischen Gremien.

Der Verwaltungsausschuss sei nur deshalb involviert gewesen, weil der Stadt die Zuwegung zu dem möglichen Standort – ein unbefestigter Feldweg – gehört. Auf Antrag der CDU stimmte der Ausschuss dafür, eine Baulast zu erteilen, damit der Bauträger den Weg benutzen kann.

Bahn hat Telefonica den Zuschlag für den Bau erteilt

Die Bahn habe laut Becker mehreren Telekommunikationsunternehmen angeboten, die Sendeanlage zu bauen, schließlich sei Telefonica zum Zuge gekommen.

Und: Von dem Netzausbau werde auch das Umfeld im Diepholzer Bruch profitieren, hieß es im Ausschuss, damit könnten weitere „weiße Flecken“ in der Netzabdeckung verschwinden.

Daneben kamen im Fachausschuss noch zwei Bebauungspläne auf den Tisch, zum einen der Bebauungsplan Nr. 58 „Willenberger Masch“. Im Süden der Stadt – westlich der Straße Graftlage und südlich der Zwickertstraße – plant die Stadt Diepholz neuen Raum für den Wohnungsbau. 

Vorgesehen ist die Entwicklung eines Wohngebiets auf einer Gesamtfläche von etwa sieben Hektar auf einer bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche. Das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes für dieses Gebiet war bereits seit einiger zeit abgeschlossen.

Überarbeitungen des Plans stoßen nicht auf Widerstand

Der Bebauungsplan musste in eine „Ehrenrunde“ gehen, in die erneute öffentliche Auslegung, nachdem das Oberflächenentwässerungskonzept und die Gebietserschließung überarbeitet worden waren.

Von Bürgern hatte es keine Eingaben gegeben, und die von behördlicher Seite führten zu keinen inhaltlichen Änderungen, wie Planer Karsten Ciglasch sagte. Einstimmig empfahl der Ausschuss den Satzungsbeschluss. Der Rat befindet darüber in der kommenden Woche.

Ebenfalls einstimmig: der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 102 „Dr.Jürgen-Ulderup-Straße II“. Er umfasst ein Areal zwischen der Bio-Firma Lebensbaum und dem Logistik-Dienstleister BiologX. Wie Fachdienstleiterin Stefanie Becker mitteilte, plane Lebensbaum hier einen Erweiterungsbau in erster Linie für Büroräume. Genaue Pläne liegen dazu noch nicht auf dem Tisch; mit dem Aufstellungsbeschluss beginnt lediglich das Verfahren. - sr

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