Zahl der Fahrzeuge steigt in Kürze um zehn auf 122

Mehr Taxen im Landkreis

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Steht für Mobilität im Flächenlandkreis Diepholz: Das Taxi. Der Landkreis erlaubt nun mehr Fahrzeuge.

Syke/Diepholz - Von Anke Seidel. Gerade im Flächenlandkreis Diepholz haben sie eine wichtige Aufgabe: 55 Taxi-Unternehmen sorgen dafür, dass Bürger ohne Auto sowie ohne Bus- und Bahnanschluss mobil bleiben – mit bisher 112 Fahrzeugen. Künfig sind es 122, denn der Landkreis hat die Zahl der zulässigen Taxen um zehn angehoben.

Diese Behörde regelt Konzessionen sowie Taxen-Zahlen und hat ihre Entscheidung in Abstimmung mit der Kraftdroschken- und Mietwagenvereinigung im Landkreis Diepholz sowie mit dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen abgestimmt.

„Wir regeln den Markt, sichern damit aber auch den Bestand“, erklärt Landrat Cord Bockhop, „und wir sichern die Kosten nach oben und nach unten ab“. Will heißen: Der Landkreis setzt die Entgelte fest – nach dem Kriterium, dass einerseits Kunden keine überhöhten Preise zahlen müssen und andererseits die Taxi-Unternehmen ein auskömmliches Einkommen haben.

Und wo genau im Landkreis sind die neuen Fahrzeuge genehmigt? Jeweils zwei in Diepholz, Syke, Bassum und Twistringen – und jeweils eines in Rehden und Bruchhausen-Vilsen, so hieß es gestern.

Sowohl den Bedarf der Bürger als auch den der Unternehmer müsse der Landkreis im Blick haben – und eine gut ausbalancierte Entscheidung zwischen Angebot und Nachfrage treffen, so der Landrat.

Einer der größten Taxi-Kunden ist der Landkreis selbst, denn er muss beispielsweise beim individuellen Schülerverkehr – wie bei Kindern, die auf eine spezielle Schule außerhalb des Landkreises angewiesen sind – solche Fahrzeuge einsetzen.

Eine wichtige Kunden-Gruppe der Taxi-Unternehmen: Patienten, die beispielsweise auf die Dialyse angewiesen sind oder Chemotherapie bekommen.

Zu bestimmten Tageszeiten sind Taxi-Dienste so stark gefragt, dass die vorhandenen Fahrzeuge nicht ausreichen – eine Situatioon, die sich auch nachts bei Großveranstaltungen ergeben kann. „Taxen haben eine Beförderungspflicht – auch nachts“, betont der Landrat.

Die Aufstockung der Fahrzeuge deckt sich allerdings nicht mit der Wunschliste der Taxi-Unternehmen. 33 Fahrzeuge, so Wolfgang Nogga als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Bürgerservice und Straßenverkehrswesen, würden zurzeit auf dieser Warteliste stehen. Weil sie über die Jahre fortgeschrieben werde, könnten es real aber auch weniger sein.

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