Polizisten sehen Wolf im Landkreis Diepholz

Kalb in Diepholz gerissen: Mehrfach Wölfe im Südkreis gesichtet

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Ein Wolf wurde am Montagvormittag mehrfach in Diepholz gesichtet – hier gegen 9.30 Uhr an der Heeder Dorfstraße im Ortsteil Heede. Auch an der Moorstraße gab es am Morgen eine Wolfsbeobachtung.

Wölfe sind im Landkreis Diepholz inzwischen oft gesehene Gäste. Nun ist in Diepholz mehrfach ein Wolf gesichtet worden. Rinderzüchter berichten von einem Kalbsriss an der Beeke.

  • Ein Wolf ist mehrmals in Diepholz gesichtet worden
  • Im Westen von Diepholz ist ein Kalb gerissen worden
  • Rinderzüchter fürchten nun erneuten Wolfsbesuch bei der Herde

Diepholz - Der Wolf macht auch vor Diepholz nicht halt. Am Montagvormittag ist ein Exemplar im Bereich Moorstraße / An der Wätering – zwischen Mühlenkampschule und Sauna- und Sportparadies – gesichtet worden. 

Polizeistreife sichtet Wolf in Drebber

Ebenfalls am Montagvormittag – gegen 9.30 Uhr – beobachtete eine Polizeistreife zufällig einen Wolf in Drebber. Kurz zuvor war vermutlich dieses Tier von einem Bürger in Heede gesehen und fotografiert worden. Der Wolf war neben der Heeder Dorfstraße am Ortsausgang auf einer Wiese in Richtung Drebber unterwegs.

Ob es sich bei dem Wolf um dasselbe Exemplar handelt, das an der Moorstraße gesehen worden war, ist unklar, steht aber zu vermuten. Vor einigen Tagen war bereits ein Wolf am Junkernhäuser Weg in der Nähe des „Fliegerhorst-Vorwerks“ und des Moor-Erlebnispfades beobachtet worden.

Kalb im Diepholzer Westen gerissen - Hinweise auf Wolf

Ein gerade geborenes Kalb wurde am 29. Oktober nachts auf einer Weide im Westen von Diepholz im Bereich Moorhäuser Straße in der Nähe der Beeke gerissen. Es wurde am Morgen ausgeweidet gefunden. Vieles deute darauf hin, dass es von einem Wolf getötet worden sei, berichtete Dagmar Rohlfs im Gespräch mit unserer Zeitung.

In dieser Rinderherde auf einer Weide in der Nähe der Beeke an der Moorhäuser Straße in Diepholz wurde nachts ein neugeborenes Kalb gerissen.

Die Familie Rohlfs hat Rinderherden mit Muttertieren auf mehreren Weiden in dem Gebiet nahe am Moor. Seitdem in der Region Wölfe gesichtet werden, bringt die Familie Rohlfs die Kälber der auf der Weide freilaufenden Rinderherde normalerweise kurz nach der Geburt zum Schutz in den Stall. „Doch dieses Mal war es zu spät“, so Dagmar Rohlfs.

Wolfsberater begutachtet totes Kalb - Untersuchung dauert an

Ob es wirklich ein Wolf war, der das Kalb auf der Weide unweit der Beekebrücke gerissen hat, soll eine gentechnische Untersuchung zeigen. Deren Ergebnis dauert aber erfahrungsgemäß Monate. Der zuständige Wolfsberater habe sich das getötete Kalb angesehen und Proben entnommen.

Die Familie Rohlfs befürchtet nun, dass der Wolf auch an ihrem Hof auftaucht. Denn direkt daneben auf einer Weide zwischen Moorhäuser Straße und Blumenstraße laufen weitere Rinder, die auch zur Beute des offenbar wenig scheuen Raubtieres werden könnten.

Zuletzt sind auch im Bereich Drentwede (Barnstorf) vermehrt Wölfe gesichtet worden. Dort sind auch zwei Schafe gerissen worden.

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