Geringe Leerstandsquote

Wohnbau Diepholz: 4,97 Euro Durchschnittsmiete

40 Jahre im Aufsichtsrat der Wohnbau Diepholz war Werner Gieseke (2. von links) und wurde jetzt verabschiedet. Ernst-Christian Gerbes (2. von rechts) ist sein Nachfolger – hier im Rahmen der Gesellschafterversammlung im Hotel Roshop in Barnstorf mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Lübbers (rechts), dem stellvertretenden Vorsitzenden Claus Nordsieck (links) sowie Geschäftsführer Uwe Tenschert.
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40 Jahre im Aufsichtsrat der Wohnbau Diepholz war Werner Gieseke (2. von links) und wurde jetzt verabschiedet. Ernst-Christian Gerbes (2. von rechts) ist sein Nachfolger – hier im Rahmen der Gesellschafterversammlung im Hotel Roshop in Barnstorf mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Lübbers (rechts), dem stellvertretenden Vorsitzenden Claus Nordsieck (links) sowie Geschäftsführer Uwe Tenschert.

Diepholz/Barnstorf – Die durchschnittliche Miete von Wohnungen der Wohnbau Diepholz hat sich zwar von 4,67 Euro pro Quadratmeter auf 4,97 Euro erhöht, liegt aber damit unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 5,71 Euro pro Quadratmeter. Sie wirke sich an vielen Standorten preisdämpfend auf die lokalen Wohnungsmärkte. Das berichtete Geschäftsführer Uwe Tenschert bei der jährlichen Gesellschafterversammlung der Wohnbau Diepholz GmbH im Hotel Roshop in Barnstorf,.

Knapp 30 Prozent der Wohnungen im Bestand seien preis- beziehungsweise belegungsgebunden, so dass in der Wohnbau auch weiterhin ein Ausgleich wirtschaftlicher und sozialer Interessen realisiert werde.

Hohe Nachfrage nach kleinen Wohnungen

Geschäftsführer Uwe Tenschert berichtete laut einer Pressemitteilung der Wohnbau zudem, dass die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 durch die Freese Feldhaus Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Vechta, zu keinen Beanstandungen führte und der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Auch 2020 habe es eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft auf hohem Niveau gegeben.

Dieses wurde durch eine nach wie vor geringe Leerstandsquote von unter ein Prozent an allen von der Wohnbau bedienten Standorten im Landkreis – Diepholz, Barnstorf, Bruchhausen-Vilsen, Wagenfeld, Bassum, Twistringen, Lemförde, Syke und Weyhe – erreicht.

Relativ hohe Fluktuationsrate

Die seit Jahren relativ hohe Fluktuationsrate der insgesamt knapp 800 eigenen Wohnungen sei darauf zurückzuführen, dass vorwiegend kleinflächige Wohnungen vermietet werden, die tendenziell einer höheren Wechselrate unterliegen. Die Nachfrage nach diesen Wohnungen war und ist dabei an allen Standorten weiterhin hoch. Freiwerdende Wohnungen wurden häufig umfassend saniert und modernisiert und anschließend problemlos weitervermietet.

Wohnbau Diepholz GmbH

Die Wohnbau Diepholz GmbH verwaltet insgesamt 954 Wohnungen und 200 Garagen – davon 772 eigene Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 45 800 Quadratmeter sowie 182 Eigentums- und Mietwohnungen für Dritte. Die Bilanzsumme 2020 beträgt laut Jahresabschluss 20,112 Millionen Euro € und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau. Gesellschafter sind Kommunen wie die Stadt Diepholz, der Landkreis Diepholz, heimische Geldinstitute und andere Institutionen.

Im Neubaubereich konnte in guter Wohnlage in Syke ein Wohnhaus mit acht Wohnungen termin- und kostengerecht fertiggestellt werden. Die Stadt Syke hat sich dabei an den Investitionskosten mit 25 Prozent beteiligt. Die Wohnungen sind für zehn Jahre preis- und belegungsgebunden und alle vermietet.

Ein weiteres Projekt mit zehn Wohnungen wurde in Diepholz am Memelweg fertiggestellt und bezogen (wir berichteten). Uwe Tenschert: „Hier gelang erstmals eine erfolgreiche Symbiose zwischen bezahlbarem Wohnraum und der Erreichung eines KfW-Energieeffizienshaus-55-Standards.“ Aktuell werden nach dem gleichen System 22 weitere Wohnungen in Diepholz ebenfalls am Memelweg gebaut.

1,7 Millionen Euro für Pflege und Neubau investiert

Für zwölf weitere Wohnungen in Stuhr-Brinkum ist ein Baubeginn noch in diesem Jahr geplant. Weitere Projekte sollen in verschiedenen Kommunen in den nächsten Jahren folgen.

„Mit diesen Wohnungen leistet die Wohnbau Diepholz GmbH gemeinsam mit den finanziell beteiligten Kommunen einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in einem zunehmenden Marktsegment zwischen höherpreisigem exklusivem Wohnungsbau und öffentlich gefördertem Sozialwohnungsbau im Landkreis Diepholz“, heißt es in der Pressemitteilung der Gesellschaft.

Für Neubau- und Bestandspflegemaßnahmen – laufende Reparaturen und Instandhaltungen sowie insbesondere auch energetische Modernisierungen – hat die Wohnbau Diepholz im Jahr 2020 insgesamt 1,720 Millionen Euro aufgewendet: „Auch im laufenden Geschäftsjahr 2021 werden diese investiven Maßnahmen auf hohem Niveau weitergeführt“, heißt es in der Mitteilung.

Da der Wohnungsmarkt zur Zeit im Landkreis Diepholz noch stabil ist, seien akute Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen können, zur Zeit nicht erkennbar, wenngleich außerordentliche Belastungen durch die Corona-Pandemie in Form steigender Mietausfälle und Zunahme von Leerständen nicht auszuschließen sind, so Uwe Tenschert,

Der Geschäftsführer rechnet auch für das laufende Geschäftsjahr 2021 mit einem positiven Ergebnis.

Weiter informierte Tenschert die Gesellschafter über die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen innerhalb der Gesellschaft im organisatorischen, technischen und personellen Bereich, wodurch die Wohnungsbewirtschaftung auch in den Folgejahren zukunftssicher und effizient gestaltet werden soll.

Werner Gieseke nach 40 Jahren im Aufsichtsrat verabschiedet

Als Aufsichtsratsmitglied wiedergewählt wurde der stellvertretende Vorsitzende Claus Nordsieck (Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz).

Für den auf eigenen Wunsch nach fast 40-jähriger Aufsichtsratstätigkeit ausscheidenden Werner Gieseke aus Dickel wurde Ernst-Christian Gerbes als Nachfolger in das Aufsichtsgremium gewählt. Aufsichtsrat-Vorsitzender Jürgen Lübbers bedankte sich bei Werner Gieseke mit einem Sachgeschenk und einem großen Blumenstrauß und würdigte die langjährigen Verdienste in einer Laudatio, die die verschiedenen Stationen des Wirkens von Werner Gieseke für die Wohnbau noch einmal nachzeichnete.

Uwe Tenscherts Blick in die Zukunft; „Die Wohnbau Diepholz GmbH will sich auch in den kommenden Jahren der Aufgabe stellen, bezahlbaren Wohnraum im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung, CO2-Reduzierung, klimaneutralem Bauen, Nachhaltigkeit und anderen Zukunftsthemen im Landkreis Diepholz wirtschaftlich zu schaffen.

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