„Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest“ in Diepholz eröffnet / Angebote für Kinder und Jugendliche / ZF-Initiative

Für Spaß an Technik und Wissenschaft

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Vor der „Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest“ in Diepholz an der Bahnhofstraße: Leiterin Dr. Heike Pabst und Werkstattleiter Dirk Lahrmann.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Tüfteln, lernen, Freunde treffen: In der „Wissenswerkstatt“ sollen Acht- bis 18-Jährige Spaß an Technik und Wissenschaft bekommen – und damit vielleicht auch an technischen Berufen. Schulklassen und Gruppen aus der ganzen Region inklusive der Nachbarkreise Vechta, Osnabrück und Minden-Lübbecke stehen die Angebote aus den Bereichen Elektrotechnik/Robotik, Holz- und Metallbearbeitung offen.

Auf Initiative des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen wurde die „Wissenswerkstatt“ an der Bahnhofstraße in Diepholz eingerichtet. Gestern war die offizielle Eröffnung.

Ihren Betrieb nimmt die Bildungseinrichtung aber erst im Sommer auf. Bis dahin erarbeiten die Leiterin Dr. Heike Pabst aus Stuhr und Werkstattleiter Dirk Lahrmann aus Stemwede ein Konzept und ein Programm. Unterstützt werden sie dabei von den vier weiteren „Wissenswerkstätten“, die an den ZF-Standorten Friedrichshafen, Passau, Saarbrücken und Schweinfurt bereits erfolgreich laufen.

Um die überregionale Bedeutung zu betonen, wurde die Einrichtung in Diepholz „Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest“ genannt. Sie hat ihre Räume in der alten Lübkemannschule. Das zuvor dort untergebrachte städtische Jugendfreizeitzentrum war 2014 geschlossen worden – die Diepholzer Jugendarbeit wird zurzeit neu konzeptioniert.

Zu der Eröffnungsfeier gestern Mittag in der benachbarten „Tanzbar“ kamen mehr als 100 Vertreter aus Politik, Schulen und Wirtschaft – darunter auch die Bürgermeister von Bassum, Damme, „Altes Amt Lemförde“, Rehden und Wagenfeld. Martin Waitz, ZF-Ausbildungsleiter in Lemförde, hieß sie willkommen.

Andrea Henning, Personalleiterin der ZF-Division Pkw-Fahrwerktechnik, erläuterte die Hintergründe des „Erfolgsmodells Wissenswerkstatt“. Die vier anderen Einrichtungen dieser Art an ZF-Standorten besuchen nach ihren Aussagen jährlich insgesamt mehr als 40000 Kinder und Jugendliche. Beispielsweise haben in der „Wissenswerkstatt“ in Passau seit Inbetriebnahme im Februar 2013 genau 11362 Kinder an 1025 Kursen teilgenommen.

Henning dankte auch dem früheren ZF-Pressesprecher Alexander Hesselbarth, der an der Feier nicht teilnehmen konnte: „Ohne ihn wären wir noch nicht soweit.“

Für den Standort Diepholz war unter anderem die günstige Lage ausschlaggebend: Bahnhof und Innenstadt sind nicht weit entfernt. In dem Backsteingebäude an der Bahnhofstraße, das in den vergangenen Monaten umgebaut wurde, stehen nun auf einer Fläche von rund 370 Quadratmetern im Erdgeschoss eine mechanische Werkstatt für Metall- und Holzbearbeitung, eine Werkstatt für Elektrotechnik sowie ein Raum für Robotik/Steuerungstechnik zur Verfügung. In der ersten Etage sind Büros entstanden.

„Es ist keine ZF-Wissenswerkstatt“, betonte Andrea Henning. Träger ist der gemeinnützige Verein „Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest“. Zu diesem haben neben ZF die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung, die Firma Vensys Elektrotechnik (Diepholz), Big Dutchman (Vechta), Stelter (Bassum), die VME-Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit, die Kreishandwerkerschaft Diepholz, die Stadtwerke Huntetal und die Stadt Diepholz zusammengeschlossen. Weitere Förderer seien willkommen.

Bei der Eröffnungsveranstaltung sprach auch der Diepholzer Landrat Cord Bockhop. Er gratulierte zu dem „wunderbaren Engagement“ und dankte für das dauerhafte Angebot, das nicht nur der Bildung diene, sondern auch im originären Interesse der Wirtschaft sei. Es könne dazu beitragen, dass Menschen in der Region bleiben und hier als Fachkräfte arbeiten.

Auch Bernd Habersack, Vorstandsvorsitzender des Vereins „Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest“, betonte in seiner Rede das außerordentliche Engagement und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz: „Nun liegt es an uns, die Einrichtung zum Erfolg zu führen.“

In der „Wissenswerkstatt soll es ab Sommer morgens Angebote für Schulen geben, die in der Regel drei Stunden umfassen, und am Nachmittag freie Angebote beziehungsweise Workshops für Kinder und Jugendliche.

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