Erweitertes Kursangebot und neue Projekte in Planung

Wissenswerkstatt: 3.000 Besucher im ersten Jahr

Die Wissenwerkstatt will als „außerschulischer Lernort“ Kinder und Jugendliche schon früh für Naturwissenschaften, Handwerk und Technik begeistern. Diese beiden jungen Tüftler arbeiten an einer Seifenblasenmaschine. - Fotos: Wissenswerkstatt

Diepholz - „Es läuft wirklich, wirklich gut“, freute sich Dr. Heike Pabst, die Leiterin der neuen Wissenswerkstatt an der Bahnhofstraße in Diepholz, als sie im Dezember den 1.000. Besucher in ihrer Einrichtung begrüßen konnte. In diesen Tagen feiert die Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest ihr einjähriges Bestehen, und der positive Trend hat sich bestätigt. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, zieht Pabst eine Bilanz der ersten zwölf Monate.

Im Mai 2015 wurde die Wissenswerkstatt vom gleichnamigen gemeinnützigen Trägerverein in den Räumen der Alten Lübkemannschule an der Bahnhofstraße eröffnet. Ziel der Initiatoren war es, einen außerschulischen Lernort zu schaffen, um Kinder und Jugendliche schon früh für Naturwissenschaften, Handwerk und Technik zu begeistern.

Dafür wurden die Räume der alten Lübkemannschule zu bestens ausgestatteten Werkstätten für Holzbearbeitung, Elektrotechnik und Robotik umgebaut, wo junge Bastlerinnen und Bastler ab 8 Jahre nach Herzenslust bauen, sägen, bohren, löten oder programmieren können.

Vormittags werden die lehrplanergänzende Kurse von Schulklassen aller Schulformen gebucht. „Das Interesse von Seiten der Schulen ist so groß, dass bis heute schon sechs Schulen als Partnerschulen ausgezeichnet werden konnten, da sie mehr als fünf Mal die wissenswerkstatt mit ihren Klassen besucht haben“, berichtet die Leiterin.

Buchungen aus dem gesamten Landkreis

Das Angebot spricht nicht nur Diepholzer an: Mittlerweile gibt es Buchungen aus dem gesamten Landkreis Diepholz sowie aus allen umliegenden Landkreisen Vechta, Osnabrück, Nienburg und Minden-Lübbecke und aus Bremen. Die allermeisten Termine für Schulen bis zu den Sommerferien sind schon seit Februar ausgebucht.

Alle Angebote der wissenswerkstatt sind kostenfrei, und die selbstgebauten Werkstücke dürfen mit nach Hause genommen werden.

Und so nutzen viele interessierte Kinder und Jugendliche das Programm der Wissenswerkstatt auch in ihrer Freizeit. „Die meisten davon sind ‘Wiederholungstäter’“, berichtet Pabst, „und waren schon 5, 15 oder sogar 35 Mal bei uns“. Dass auch viele Mädchen (Anteil von über 40 Prozent) die technisch ausgerichteten Kurse besuchen, freut die Initiatoren besonders.

Das Programm umfasst mittlerweile über 20 verschiedene Themen. In der Holzwerkstatt können beispielsweise Seifenblasenmaschinen, Kaleidoskope, Hebebühnen oder Kerzendampfer gebaut werden. In der Elektrowerkstatt entstehen Werkstücke wie der „heiße Draht“, Ventilatoren oder motorisierte Putzmäuse. Lego-Mindstorms-Roboter kommen in aufeinander aufbauenden Kursen zum Einsatz und erledigen die schwierigsten Aufgaben.

Das Team der Wissenswerkstatt rund um Leiterin Dr. Heike Pabst und den Werkstattleiter Dirk Lahrmann arbeitet nach eigenen Angaben zur Zeit an weiteren Kursthemen und entwickelt neue Projekte.

Die Kurse für Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren können online gebucht werden. Das komplette Programm mit Inhalten, Terminen und verfügbaren Plätzen ist unter www.wiwe-nw.de zu finden. Für Fragen und Anregungen steht das Team unter der Telefonnummer 05441/995780 zur Verfügung.

sr

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