Über den Tellerrand schauen

Wirtschaftsförderer informiert Hausfrauen über „Onlineshopping“

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Bernd Öhlmann referierte jüngst beim Diepholzer Hausfrauenbund.

Diepholz - Die Generation des Hausfrauenbundes gilt nicht unbedingt als Nutzer Nummer eins beim Onlineshopping. „Ich sehe mir an, was ich kaufe, ich will es in der Hand halten und mich genau informieren. Wozu brauche ich einen PC?“, heißt es oft. Doch es wird auch das Informationsbedürfnis dieses Klientels unterschätzt. Das belegte jetzt der gut besuchte erste Termin mit 60 Interessierten beim Referat des Tages zum Thema: „Onlineshopping“ in Diepholz mit Bernd Öhlmann. Der Wirtschaftsförderer fasste das Thema genauer und referierte über „Die Dynamik der Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Diepholz“.

„Ach, in Diepholz ist nichts los, das Geschäft hat zugemacht und das auch!“ Jammern hilft da wenig, meinte Vorsitzende Ingrid Riehn in ihrer Begrüßung. Sie machte auf viele Informationsveranstaltungen aufmerksam, die man hätte besuchen und dann auch fit für das Thema sein können.

„Also, Sie sind dabei, das ist prima!“ Der Wirtschaftsförderer der Stadt, Bernd Öhlmann, stand in den Startschuhen und gab so locker aus der Hand heraus einen umfassenden und interessanten Einblick in die Digitalisierung der Stadtentwicklung und sagte: „Nur den wenigsten Unternehmen gelingt es, sich rechtzeitig auf die Dynamik der Digitalisierung einzustellen. Viel zu lange verteidigen sie ihr eigenes Produkt oder Geschäftsmodell und verlieren dadurch noch mehr Zeit. Wenn sie dann anfangen zu reagieren, erfolgt dies meistens durch Digitalisierung des Vorhandenen. Das dies aber gar nicht mehr die Grundlage für das eigene Überleben sein kann und was dem Unternehmen letztendlich widerfahren ist, bleibt am bitteren Ende bei fast allen Handelnden unklar. Die meisten Unternehmen schauen nicht rechtzeitig über den Tellerrand, um von anderen Märkten und Unternehmen zu lernen, diese Fehler zu vermeiden.“

Gut orientierte „Macher“ in Sachen Wirtschaftsförderung

Für die Besucher lag das Problem der Ladenleerstände auf der Hand. Er räumte ein, dass es durch Vorgaben der Ladenvermieter, 25.000 Einwohner müsse es geben, die Parkplatzbereitstellung müsse da sein und vieles mehr, unmöglich macht, sie zu halten.

Die Ladenvermieter machen es auch oft nicht leicht, sie wieder zu belegen. Ihre Neuorientierung lässt oft zu wünschen übrig, trotz alledem gibt es in Diepholz mehr als gedacht, gut orientierte „Macher“ in Sachen der Wirtschaftsförderung, die sogar einen ersten Preis beim Wettbewerb der Digitalisierung unter 30 Bewerbern errungen haben. Es sind auch etliche Firmen, die sich beispielsweise im Kielweg angesiedelt haben. Und die Zahl der Ladengeschäfte gehe nicht nur in Diepholz zurück. „Das ist klipp und klar festzustellen“, erklärte der Wirtschaftsförderer unumwunden. „Wir kümmern uns trotzdem um sie, müssen und können ihre Gründe nur begreifen.“

„Gnadenlos lässt sich heute alles digitalisieren“

Die Strategien der Digitalisierung stellen sich in der Mehrheit auf die heutigen Bedürfnisse ein. Den Kundenwünschen ist zu folgen. Sie kommen oft in das Geschäft und haben klare Wünsche. Dem ist zu nachzukommen und mit Cleverness und der Verbindung nach außen auch wirklich nachzugehen. Uninteressierte Verkäufer haben dann das Nachsehen. Pfiffige Verkäufer stellen sich darauf ein.

„Gnadenlos lässt sich heute alles digitalisieren“, so weiß es Öhlmann einzuschätzen. Da sind die Damen und Herren gefragt, die nicht das Thema ignorieren, sondern mit kleinen Schritten einsteigen. Diepholz hat sie und wird sie weiterhin stützen. Auch die gute Bildungslandschaft, insbesondere die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik und die Wissenswerkstatt seien zu nennen. „Wir bleiben am Ball.“ So der Wirtschaftsförderer, und „hellwach“ zeigten sich auch die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Auf die nächste Veranstaltung mit der Jahreshauptversammlung wies zum Schluss die Vorsitzende noch hin: 20. Februar, 15 Uhr, wieder in der Tanzbar. - hb

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