Geklonte Menschen in der Schule

„Wirtschaftsethik“-Projekt in der achten Klasse / Interview mit Stammzellforscher aus Köln

Auch in den Sommerferien beschäftigt sie das Thema Stammzellforschung und Klonen von Menschen: Nele Flach (links) und Finja Krüger (es fehlt Luisa Malikow).
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Auch in den Sommerferien beschäftigt sie das Thema Stammzellforschung und Klonen von Menschen: Nele Flach (links) und Finja Krüger (es fehlt Luisa Malikow).

Diepholz – „Wird es irgendwann einmal geklonte Menschen auf der Welt geben – oder sogar bei uns in der Realschule in Diepholz?“, fragten sich die Schülerinnen Nele Flach, Finja Krüger und Luisa Malikow während des „Wirtschaftsforscher“-Projektes im letzten Schuljahr. Um Antworten zu bekommen, hatten die engagierten Schülerinnen ein Telefon-Interview mit dem Stammzellforscher Professor Jürgen Hescheler von der Universität Köln geführt.

Die Schüler der achten Realschulklasse in Diepholz beschäftigten sich innerhalb ihres Wahlpflichtkurses mit ethischen Wirtschaftsfragen. Im Rahmen der bundesweiten Projektreihe „Wirtschaftsforscher“ wurde die zukünftige Wirtschaft hinterfragt: Wohin bringt uns die Digitalisierung? Welchen Einfluss nimmt die Wirtschaft auf die Forschung?

Lehrerin Saskia Nerstheimer leitete das Projekt, in dem die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen eigene Themenschwerpunkte entwerfen und diese recherchieren sollten.

Probleme bei der Onlinerecherche hatten die Schülerinnen Nele Flach, Finja Krüger und Luisa Malikow zu ihrem Thema „Geklonte Menschen in der Zukunft“. Sie entschieden sich, professionelle Hilfe zu suchen.

Diese fanden sie nach längerer Suche und mehreren Anfragen auch im Ausland in Form von Stammzellenforscher Professor Jürgen Hescheler von der Universität Köln. Dieser erzählte den Schülerinnen rund anderthalb Stunden etwas über den Stand der Stammzellforschung und die Möglichkeiten des Klonens.

„Professor Hescheler hatte versucht den Forschungsbereich möglichst schülerfreundlich zu gestalten, da das Thema Genetik eigentlich erst in der zehnten Klasse angesetzt ist“, erklärt Lehrerin Nerstheimer. „Es ist schon ein kompliziertes Thema, aber im Internet haben wir einfach nichts raus bekommen“, so Finja Krüger. Auch Nele Flach betonte, dass das Interview teilweise sehr fachsprachlich gewesen sei, ihnen dies allerdings beim Projekt sehr weitergeholfen habe.

Besonders interessant fanden die drei Schülerinnen, dass es eine weltweite Forschervereinigung gibt, die sich gegen Eingriffe am Menschen ausspricht. „Durch das Klonen von Menschen könnten schlimme Folgen wie Mutationen entstehen. Oder die geklonten Menschen werden besonders anfällig für Krankheiten sein“, erklärt Finja Krüger.

Die Ergebnisse des Projekts sollten innerhalb eines Jugendkongresses in Frankfurt am Main vorgestellt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Messe allerdings ausfallen, was die Jungforscher nach ihrer Aussage traurig stimmt. Sie durften ihre Erkenntnisse stattdessen innerhalb eines Onlineseminars weitertragen.

Da das Projekt durch die Corona bedingte Schließung der Schule unterbrochen wurde, arbeiten die Schülerinnen auch in den Ferien weiter an dem Thema Stammzellenforschung und Klonung von Menschen.

Was die drei Forscherinnen bereits gelernt haben ist, „dass man nicht alles im Internet rausbekommt, was man will“, so Nele Flach.

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