Bis zu 1500 Fahrzeuge erwartet

„Das wird ein Riesenspektakel“

Barbara und Heinrich Diesen aus dem emsländischen Lathen präsentieren zum ersten Mal ihren historischen Wohnwagen beim Oldtimer-Treffen in Aschen. - Foto: Dufner

Aschen - Von Reinhold Dufner. Der Diepholzer Ortsteil Aschen steht von heute, Freitag, bis Sonntag ganz im Zeichen des 20. Oldtimer-Treffens der Oldieschrauber Aschen. Zu der erstmals dreitägigen Veranstaltung haben sich Teilnehmer aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark und dem gesamten Bundesgebiet mit ihren „Schätzen“ angemeldet.

Gestern glich das Gelände beim Heimatmuseum noch einer Baustelle. Da wurde gehämmert, gesägt, gebohrt, gemessen und geputzt.

Hermann hier, Hermann da. Vorsitzender Hermann Hüntemann von den Oldieschraubern Aschen war gestern ein gefragter Mann, wenn es um Stellplätze, Strom- oder Wasseranschlüsse und andere großen und kleinen Probleme ging, die er gewohnt ruhig, unaufgeregt und professionell – unterstützt von etlichen Helfern – löste. Und zwischendurch meldete sich immer wieder das Handy. „Die sind heiß, jeder will den besten Platz haben.“

Auf Caterpillar und Co. kommt Schwerstarbeit zu. Die von den Kippern und Baumaschinen, die erst zum dritten Mal bei diesem Oldtimer-Treffen vertreten sind, zu beackernde Fläche wurde erheblich vergrößert. „Das wird ein Riesenspektakel,“ freut sich Hermann Hüntemann. - Foto: Dufner

Am ersten Treffen der Oldieschrauber vor 20 Jahren nahmen in Lohne 38 Fahrzeuge teil. Die Treffen zwei und drei fanden in Barver statt. Der damalige Vorsitzende des Heimatvereins Aschen, Gustav Kattau, schaffte es mit viel Überzeugungskraft, das Oldtimertreffen nach Aschen, zum Heimatmuseum als malerische Kulisse, zu holen.Hermann Hüntemann rechnet mit bis an die 1 500 historische Fahrzeuge, die sich an den drei Tagen jeweils ab acht Uhr vorstellen. Pkw dominieren. Erwartet werden aber auch Motorräder, Trecker, Lkw und Baumaschinen. Die Fläche für Seilbagger, Raupen und andere historische „Erd-Wühlgeräte“ wurde mehr als verdoppelt. Gestern Vormittag stand dort – noch ein wenig verlassen – erst eine Planierraupe von „Caterpillar“ aus den 1950er Jahren. Heute wird es dort anders aussehen.

Unweit der Schützenhalle hatten sich die Eheleute Theo Grave und Frau Erna mit Hund „Sit“ aus dem ostfriesischen Holtrup von den Berumerfehner Treckerfreunden ein schattiges Plätzchen ausgesucht und häuslich eingerichtet. In Aschen sind sie zum zweiten Mal. Ihren gepflegten Setra-Bus, ein ehemaliger Übertragungswagen des Bayrischen Rundfunks, Baujahr 1971, hat in Aschen Premiere. Der „Oldie“ hat schon 287 000 Kilometer auf dem Buckel und frisst lediglich rund 16,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer.

Ganz stolz sind auch Heinrich und Barbara Diesen aus dem emsländischen Lathen, die ebenfalls schon frühzeitig angereist waren und Besuchern gerne auch einen Blick ins komfortable „Innenleben“ eines Wohnwagens des niederländischen Herstellers Thiel von 1955 mit bunten Scheiben und aufwendigen Schnitzereien gewähren. Als zweites „Zugpferd“ haben sie einen schwergewichtigen Volvo-Flugzeugschlepper aus den 1960er Jahren mitgebracht.

Noch vielfältiger als in den Vorjahren ist der Teilemarkt. „Die rennen uns die Bude ein,“ war von Hermann Hüntemann zu erfahren. Falls der Andrang zu groß wird, kann auf eine vorsorglich freigehaltene Fläche in der Nähe ausgewichen werden.

Für Sonntag, 10.30 Uhr, ist eine Ausfahrt der Pkw und Motorräder geplant. Die Strecke ist 34 Kilometer lang und führt in Richtung Großes Meer bei Holte. Die Trecker sind ebenfalls am Sonntag um 14 Uhr in Bewegung zu sehen. Sie tuckern durch den Ort.

Wegen des 20. Geburtstag werden unter allen angemeldeten Teilnehmern 150 Pokale verlost. Bei einer weiteren Verlosung winkt als erster Preis ein Reisegutschein für einen Nordsee-Kurztrip in skandinavische Gewässer, bei dem sogar der Oldtimer mit aufs Schiff genommen werden darf.

Samstagabend steigt eine Oldie-Disco mit Tom und Biggy. Sonntag wird ab 7.30 Uhr in der großen Museumsscheune ein Frühstück serviert. Getränke- und Imbissstände sind natürlich auch vorhanden. Unter anderem gibt es „Gutes vom Galloway“.

Auch die Kinder kommen auf ihre Kosten. Für sie dreht sich ein historisches Karussell.

„Da das Wetter gut wird, wird die Bude voll,“ ist Hermann Hüntemann ganz zuversichtlich. Er rechnet bei diesem Oldtimer-Treffen der Spitzenklasse mit mehreren Tausend Besuchern.

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