„Wir wollen einige neue Veranstaltungen etablieren“

„Bio aus der Region“ ist Thema beim Business-Frühstück

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Im Anschluss an das Business-Frühstück auf Falkenhardt stellte „Strandritter“ Martin Stybalkowski (rechts) bei einem Rundgang über das Rittergut die zum Teil neugestalteten Räume – hier die Eventscheune – vor.

Diepholz - Von Sven Reckmann. Zum Business-Frühstück der Diepholzer Wirtschaftsförderung gibt es normalerweise keinen Dresscode. Diesmal fühlten sich die Organisatoren aber doch zu einem augenzwinkernden Hinweis in der Einladung genötigt.

„Nur mit T-Shirt, Shorts und Flipflops bekleidet könnte es gegebenenfalls ein wenig kühl um Arme und Beine werden.“ Denn Ort des Geschehens war diesmal die Feier-Scheune im Rittergut Falkenhardt, und die ist nach einer kalten Nacht nicht mal „eben schnell“ auf tropische Temperaturen zu heizen.

Großes Interesse sorgt für gefüllten Raum

So musste und konnte der Kaffee wärmen und natürlich das Thema: „Bio aus der Region“ stand auf der Tagesordnung der 3. Business-Frühstück-Revival-Veranstaltung, und das Interesse war offensichtlich, die aufgebauten Frühstückstische waren restlos besetzt.

„Wir haben heute guten Zulauf“, freute sich denn auch Bernd Öhlmann seitens der Diepholzer Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

„Einige waren ja schon hier zum Feiern“, stellte Gastgeber Martin Stybalkowski von der Strandritter GmbH, dem Betreiber des Falkenhardt-Areals, schmunzelnd fest. Die Gesellschaft nutzt das Rittergut seit Ende 2015 für diverse private und öffentliche Veranstaltungen. 2016 fanden überwiegend Hochzeiten oder Familienfeiern in der umgebauten Eventscheune statt. „Mit dem ersten Jahr waren wir sehr zufrieden. Jetzt wollen wir das festigen, aber auch einige neue Veranstaltungen etablieren“, ließ Stybalkowski durchblicken.

Bio-Messe am 20. und 21. Mai

So auch die neue Bio-Messe: Am 20. und 21. Mai präsentiert das Rittergut zum ersten Mal das Veranstaltungskonzept „Genuss erleben auf Falkenhardt“ – ein Markt unter ökologischen, regionalen und handwerklichen Aspekten. Ein Highlight im Rahmenprogramm ist der für Samstag, 20. Mai, geplante Auftritt der österreichischen „Promi-Köchin“ Sarah Wiener (wir berichteten).

Seit etwa einem Jahr arbeiten die Wirtschaftsförderung der Stadt und die Strandritter GmbH gemeinsam mit der Bio-Stadt Bremen sowie der Metropolregion Nordwest an einem neuen Veranstaltungskonzept, das allen Bio-Produkt-Herstellern aus der Region eine gemeinsame Plattform bieten will und eine bessere Vernetzung der Akteure ermöglichen soll. Stybalkowski berichtete, dass man mit der Teilnahme von etwa 50 Ausstellern rechne, in etwa die Hälfte davon aus dem Bio-Bereich.

Hohe Pachtpreise erschweren in der Region die Arbeit

Zu ihnen gehört auch Guido Sandering. In einem Kurzvortrag berichtete der Landwirt aus Ihlbrock, wie er seinen Hof nach Bio-Prinzipien erfolgreich bewirtschaftet. „Wir wollten eine höhere Wertschöpfung“, berichtete er aus der Zeit von vor zehn Jahren, als die Überlegungen reiften, den bis dato konventionell betriebenen Hof „auf Bio“ umzustellen. Den skeptischen Kollegen wollte er zeigen, dass es auch ohne Kunstdünger und Herbizide geht.

Vieles galt es zu bedenken, berichtete Sandering, die ersten Umstellungs-Jahre seien nicht einfach gewesen, Futter sei deutlich teurer, entsprechende Prämien habe es aber erst nach einer Umstellungszeit gegeben. Nicht zuletzt die Verpächter galt es, von dem neuen Weg zu überzeugen. In dieser Region werde das extensive Wirtschaften durch hohe Pachtpreise erschwert, so Sandering.

„Man ist wieder richtig Bauer!“

Aber die Entscheidung habe sich gelohnt, die Zufriedenheit sei zurückgekehrt, berichtete der Landwirt: „Man weiß wieder, wofür man das tut, was man tut, wie man es tut“, sagte Sandering. „Man ist wieder richtig Bauer!“

Für diejenigen, die bislang noch keinen Blick hinter die Kulissen des Rittergutes werfen konnten, bot Stybalkowski eine Führung an, durch Scheune mit dem hölzernen (Tanz-)Boden, den ehemaligen Stall, die Räume der Hefefabrik und den idyllischen Innenhof. Spätestens im Mai soll es hier wieder lebhaft zugehen.

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