Windkraftanlagen im Westen von Diepholz sind seit 25 Jahren in Betrieb

Erster Schritt in eine neue Energie-Welt

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Wer auf der B214 aus Richtung Steinfeld nach Diepholz kommt, wird von ihnen „empfangen“: Vor genau 25 Jahren sind die Windkraftanlagen am westlichen Stadtrand in Betrieb gegangen.

Diepholz - Sie sind eine Art „stählernes Empfangskommando“ an der westlichen Stadtgrenze von Diepholz: Im Januar 1991, vor 25 Jahren, nahmen die Stadtwerke Diep-holz die vier jeweils 36 Meter hohen Türme der neuen Windkraftanlage in Betrieb. In einer Zeit, in der Windenergie bei weitem noch nicht den Stellenwert hatte wie heute.

„Für manche umweltbewusste Zeitgenossen sind die vier Rotoranlagen am Stadtrand schon das neue Wahrzeichen von Diep-holz“, formulierte es damals der Berichterstatter dieser Zeitung.

Wahrzeichen? Diesem Ansinnen steht vermutlich noch lange der Schlossturm im Wege. Aber es war ein Fingerzeig hin zu den erneuerbaren Energien, die sich im folgenden Vierteljahrhundert rasant entwickeln sollten.

Heute sind Windkraftanlagen als Energieproduzenten nicht mehr wegzudenken, die Anlagen – weit größer und effizienter – sind wahrlich keine Exoten mehr im Landschaftsbild unserer Region.

Schätzungsweise rund 6,5 Millionen Kilowattstunden Strom sind nach Schätzungen der Stadtwerke Huntetal seit der Inbetriebnahme im Januar 1991 bis einschließlich 2014 durch die vier Windräder eingespeist worden.

Ein Prozent des Diepholzer Strombedarfs könne durch die Arbeit der vier Windenergie-Türme gedeckt werden, hieß es 1991 bei der Inbetriebnahme der Anlage. Heute ist der Anteil wahrscheinlich eher gesunken, schließlich ist der Strombedarf in den letzten 25 Jahren gestiegen. „Die Windkraftanlagen sind eher symbolischer Natur“, räumt Stadtwerke-Pressesprecherin Heidrun Lettau ein. Dennoch: „Sie waren die ersten offiziell ans Netz gegangenen Windkraftanlagen in Diepholz und im Versorgungsgebiet der Stadtwerke“. Die Stadtwerke seien damals die Pioniere in der Region in Sachen Windenergie gewesen.

Einmal wurden die Anlagen im Laufe der Zeit technisch nachgerüstet. 1992 wurde eine Leistungserhöhung von 70 kW auf 100 kW durchgeführt. Heutige Anlagen sind jedoch deutlich größer. Zum Vergleich: Die relativ neuen Windkraftanlagen „Am Sportplatz“ in Dickel haben eine Nabenhöhe von 136 Meter und eine Leistung von jeweils drei Megawatt.

Rückblickend sind die Stadtwerke mit ihrer Entscheidung zufrieden. „Die Windkraftanlagen waren die ersten dieser Art in Diepholz und stellten die erste Tätigkeit der Stadtwerke im Bereich der erneuerbaren Energien dar“, sagt Unternehmenssprecherin Lettau. Rückblickend sei die Investition eine gute Entscheidung gewesen, weil man sich einer damals noch recht neuen Technologie frühzeitig genähert habe und Erfahrungen sammeln konnte. „Wirtschaftlich betrachtet werfen die Anlagen heute sogar kleine Gewinne ab.“

Und der Weg wurde weiter beschritten: Die Stadtwerke beschlossen früh, sich im Bereich der erneuerbaren Energien zu engagieren. Sie beteiligten sich am Windpark „Wetscher Bruch“ und planen, so die Sprecherin, auch weitere Investitionen in erneuerbare Energien durch die Beteiligung an der Trianel Erneuerbare Energien, die bundesweit verschiedene regenerative Energieanlagen errichten wird.

Mindestens bis August 2020 werden die Anlagen nach Angaben des Unternehmens noch laufen. Danach wollen die Stadtwerke prüfen, was mit den „Windrädern“ passiert. Eine Nachrüstung sei technisch möglich, bei so alten Anlagen aber nicht sinnvoll, heißt es. Ob der Bau neuer Anlagen an gleicher Stelle möglich ist, werde dann zu gegebener Zeit geprüft.

sr

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