Stadt kauft Areal an der Hindenburgstraße / Mühlenkampschule gestärkt

Wichtige Beschlüsse für zwei Diepholzer Schulen

Die Mühlenkampschule Diepholz mit dem angebauten Mehrzweckraum
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Die Mühlenkampschule Diepholz mit dem angebauten Mehrzweckraum. Die Stadt Diepholz stärkt diese Schule personell und durch einen Umbau.

Diepholz – Für zwei Diepholzer Grundschulen wichtige Beschlüsse hat der Rat der Stadt am Mittwochabend einstimmig gefasst. Sie betreffen die Grundschule an der Hindenburgstraße und die Mühlenkampschule.

Die Stadt Diepholz kauft laut Ratsbeschluss das Areal der Dr.-Kinghorst-Schule für knapp eine Million Euro vom Landkreis Diepholz, um die dort untergebrachte städtische Grundschule an der Hindenburgstraße weiterentwickeln zu können und die Möglichkeit für eventuelle weitere Nutzungen des Geländes zu haben. Dieses umfasst neben dem Schulgebäude auch zwei Sporthallen. Die zuständigen Gremien des Landkreises müssen dem Verkauf an die Stadt noch zustimmen. Hintergrund ist, dass die Förderschule „Lernen“ ausläuft und der Landkreis das Gebäude damit nicht mehr benötigt (wir berichteten). Laut Bürgermeister Florian Marré wird „die Million nur ein erster Schritt sein“, denn die Gebäude befänden sich in keinem guten Zustand. Es sei aber dennoch eine gute Investition nicht nur für die Schüler.

In die Mühlenkampschule investiert die Stadt Diepholz laut einem ebenfalls einstimmigen Ratsbeschluss insgesamt rund 140 000 Euro für Personal und einen Umbau. Hintergrund ist die besondere Situation dieser Schule mit einem hohen Anteil von Kindern mit unterschiedlichem Migrationshintergrund. Die Jungen und Mädchen starten laut Stadt „mit sehr unterschiedlich ausgeprägten Kompetenzen in den Schulalltag“. Um den „Herausforderungen an der Mühlenkampschule ein Stück weit zu begegnen und die Schule zukunftsfähig aufzustellen“, umfasst der Ratsbeschluss folgende Maßnahmen: Es wird voraussichtlich ab 1. Mai eine zusätzliche Kraft für das Sekretariat eingestellt, denn der Arbeitsumfang im Schulsekretariat habe sich deutlich erhöht, insbesondere durch vermehrte Telefonate mit Eltern und Ausgabe von Schulmaterialien. Eine Zweitkraft als Zuarbeiterin zur Schulsekretärin soll Entlastung bringen.

Zudem wird die Beschäftigung einer 450-Euro-Kraft zur Unterstützung im Schulalltag bis 31. Juli verlängert. Im Rahmen des Schutzpakets des Landes Niedersachsen hatte die Mühlenkampschule eine Unterstützungskraft eingestellt. Die Förderung der Stelle durch das Land ist bis 31. Juli befristet. Die Stadt strebt laut Ratsbeschluss die Weiterbeschäftigung der Kraft ab 1. August bei Aufstockung der Wochenarbeitszeit auf 20 Stunden an.

Aufgrund der coronabedingten Schließung von Jugendbüro und „Café Freiraum“ (Treffpunkt in der Münte) ist seit dem 7. Dezember ein städtischer Sozialarbeiter zur Unterstützung der Schulsozialarbeiterin in der Mühlenkampschule abgestellt. Eine dauerhafte Unterstützung aus dem Jugendbüro mit einem Wochenumfang von 20 Stunden ist nun vorgesehen.

Für den Einsatz im Bereich Mittagessen und Ganztag und zur Unterstützung der Schulsozialarbeit am Vormittag ist die Einstellung einer weiteren Mitarbeiterin geplant. Auch die Vertretung der pädagogischen Fachkräfte an anderen Schulen könne dadurch sichergestellt werden.

Der Ratsbeschluss umfasst auch, dass die Ferienschule in den Sommerferien 2021 wiederholt wird. Im vergangenen Jahr hatte das Bildungsbüro der Stadt Diepholz in den Diepholzer Grundschulen Ferienkurse organisiert mit dem Ziel, entstandene Lernrückstände in den Ferien wieder aufzuholen. Das stieß auf gute Resonanz.

Hausmeisterwohnung wird umgebaut

Auch Umbaumaßnahmen gehören zu dem Ratsbeschluss. Sie machen einen Anteil von 100 000 Euro an der Gesamtsumme aus. Voraussichtlich ab dem Schuljahr 2022/23 wird es Bedarf an einem weiteren Klassenraum geben. Die Mühlenkampschule hat dann eine volle Dreizügigkeit. Dazu könnten bisherige Gruppenräume zu Klassenräumen umgewandelt werden. Neue Gruppenräume müssten dann geschaffen werden – nach jetzigen Plänen in den Räumen der ehemaligen Hausmeisterwohnung. Um diese Wohnung im Dachgeschoss für die Grundschule nutzbar zu machen, ist unter anderem der Einbau einer Brandschutzwand notwendig. Ein Anbau und damit eine weitere Versiegelung von Flächen ist laut Stadtverwaltung auf dem Areal der Mühlenkampschule nicht möglich

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