Langjährige Mitglieder geehrt

Werner Meier seit 70 Jahren in der EVG

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Die EVG ehrte langjährige Mitglieder in Diepholz (v.l.): Ernst Bobrink (60-jährige Mitgliedschaft) Bassum, Wilhelm Mattfeld (50 Jahre) Drebber, Bernhard Sterthues (60 Jahre) Weyhe, Friedrich Hedemann (60 Jahre) Syke, Werner Meier (70 Jahre) Wetschen, rechts: Heinrich Klumpe.

Diepholz - In einer Feierstunde in der Gaststätte Laker-Wiele in Diepholz hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Männer geehrt, die zum Teil bereits seit 70 Jahren in der EVG Mitglied sind.

Die Ehrung wurde durch den Vorsitzenden des Ortsverbandes Osnabrück, Heinrich Klumpe, vorgenommen. Dieser verband die Auszeichnung der langjährigen Mitstreiter mit einem Plädoyer für die gewerkschaftliche Organisation:

„Ihr habt erkannt, dass Verbesserungen im Betrieb und in der Gesellschaft nicht dadurch erreicht werden, dass man besonders laut meckert, sondern dadurch, dass man sich organisiert und dass man Gewerkschaften stark macht“, sagte Klumpe mit Blick auf die Jubilare. Höhere Löhne, mehr Urlaub, weniger Wochenarbeitszeit, bessere Sozialleistungen – all das gebe es von keinem Arbeitgeber der Welt geschenkt – auch nicht von der Deutschen Bahn, sagte der EVG-Vertreter. 

„Und das kann man – auch wenn das scheinbar viele Menschen heute glauben – auch nicht dadurch bekommen, dass man sich gut mit seinem Chef versteht. Solche Verbesserungen im Arbeitsalltag gibt es nur dort, wo Beschäftigte zusammenhalten und eine Gemeinschaft sind.“ Wo Gewerkschaften schwach sind, seien auch die Beschäftigten schwach, so Klumpe.

EVG werde wieder stärker

Er stellte auch fest, dass die EVG in den Betrieben wieder stärker werde. Der Organisationsgrad steige und das ermögliche gute Tarifabschlüsse. „Wie beispielsweise der, den wir Ende letzten Jahres für den DB-Konzern erreichen konnten. Die Beschäftigten bekommen mehr Geld und sie können wählen, ob sie in der zweiten Stufe des Abschlusses nochmal mehr Geld oder sechs Tage mehr Urlaub oder eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit haben möchten. 

Wir nennen das das EVG-Wahlmodell und wir haben den Eindruck, dass dieser Tarifabschluss ganz nah an den Erwartungen unserer Mitglieder ist.“ „Zeit ist das neue Geld“, heiße es. Und eine gute Planbarkeit der Arbeitszeit sei den Mitgliedern inzwischen genauso wichtig, wie eine ordentliche Bezahlung, erläuterte Klumpe.

„Mit eurer Mitgliedschaft in der EVG habt ihr nicht nur eure eigenen Arbeitsbedingungen verbessert. Ihr habt auch dafür gesorgt, dass alle, die nach euch ins Berufsleben gestartet sind, bessere Bedingungen vorgefunden haben, als ihr sie bei eurem Berufseintritt hattet“, sagte der Vorsitzende weiter. „Dafür gebühren euch Wertschätzung, Anerkennung und Dank. Das ist gelebte Solidarität und das ist es, was Fortschritt bedeutet.“

Im Anschluss an die Ehrung wurde in gemütlicher Runde gegessen und über „alte Zeiten“ gesprochen.

sr

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