Aufklärungsquote gestiegen

Weniger Fahrraddiebstähle in Diepholz

Fahrräder am Diepholzer Bahnhof. Im Jahr 2021 wurden weniger Räder in der Stadt Diepholz gestohlen als in den Vorjahren.
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Fahrräder am Diepholzer Bahnhof. Im Jahr 2021 wurden weniger Räder in der Stadt Diepholz gestohlen als in den Vorjahren.

Diepholz – Im vergangenen Jahr sind in der Stadt Diepholz weniger Fahrräder als 2020 gestohlen gemeldet worden. Das weist eine noch inoffizielle Statistik der Polizei aus. Im Jahr 2020 waren 83 Fälle von Fahrraddiebstahl in Diepholz – inklusive der Ortsteile Aschen, Sankt Hülfe und Heede – angezeigt worden. Davon wurden 34,94 Prozent aufgeklärt. Offizielle Zahlen für 2021 gibt es noch nicht, aber die Polizei spricht von einem „deutlichen Rückgang“.

Diebstähle von klassischen Fahrrädern und Pedelecs (E-Bikes) werden nicht getrennt ausgewiesen, sondern fließen zusammen in die Statistik ein. Eine Erklärung für die gesunkene Zahl der Diebstähle kann der Diepholzer Polizeisprecher Thomas Gissing nicht nennen: „An Corona kann es nicht liegen, die Pandemie gab es ja schon 2020.“

Seit 2016 werden weniger Rad-Diebstähle in Diepholz registriert. Damals wurden der Polizei 105 Fälle bekannt, 2017 waren es 101, 2018 dann 87 und im Jahr 2019 wurden 77 Fälle angezeigt. 2020 stieg die Zahl dann leicht auf 83.

Tipps zur Fahrradsicherung

Zur Sicherung von Fahrrädern gegen Diebstahl rät die Polizei: „Nutzen Sie stabile Ketten-, Bügel- oder Faltschlösser mit massivem Schließsystem aus hochwertigem Material (zum Beispiel durchgehärtetem Spezialstahl). Schließen Sie Ihr Fahrrad immer mit dem Rahmen, Vorder- und Hinterrad an einem fest verankerten Gegenstand (Fahrradständer, Laternenpfahl) an oder mit anderen Rädern zusammen. Das gilt auch in Fahrradabstellräumen. Wenn Sie ein Elektrofahrrad abstellen, nehmen Sie wertvolle Zubehörteile wie den Akku immer mit oder sichern Sie diesen mit einem zusätzlichen stabilen Schloss. Die Akku-Schlösser, die viele Pedelecs (E-Bikes) haben, reichen als Diebstahlschutz nicht aus.“ D ie Broschüre „Räder richtig sichern“ gibt es bei Polizei-Beratungsstellen und zum kostenlosen Download unter https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/25-raeder-richtig-sichern/

Während die Zahl der Diebstähle sank, erhöhte sich die Aufklärungsquote. Diese liegt in Diepholz bei Diebstählen „ohne erschwerende Umstände“ – also wenn das Fahrrad nicht abgeschlossen oder anderweitig gesichert war – in den vergangenen Jahren durchschnittlich bei mehr als 50 Prozent. Bei Diebstählen „unter erschwerten Umständen“ – wenn beispielsweise ein Schloss geknackt oder ein abgeschlossener Schuppen aufgebrochen wurde – liegt die Aufklärungsquote deutlich niedriger. Im Jahr 2020 wurden 24 Prozent dieser Delikte geklärt, im Jahr davor beispielsweise elf Prozent.

Mit knapp 35 Prozent aufgeklärter Fahrraddiebstähle in Diepholz 2020 war die Quote höher als in den Jahren davor, in denen die Gesamtquote um die 20 Prozent lag.

Wurde ein Fahrrad gestohlen, benötigt die Polizei die individuellen Daten des Rades wie Rahmen- oder Codiernummer. Diese können Radbesitzer in einem Fahrradpass festhalten. Nur mit diesen Daten kann die Polizei aufgefundene Räder ihren Besitzern zuordnen und wieder zurückgeben.

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